Im vergangenen Jahr hat die Weltgoldgewinnung gegenüber 1965 nur um fünf Millionen Dollar auf 1,445 Milliarden Dollar zugenommen. Das entspricht einer Neugewinnung von 41,4 Millionen Unzen (ohne die sowjetische und chinesische Goldgewinnung, die unbekannt ist).

In Südafrika, das dreiviertel der Goldförderung bestreitet, war im vergangenen Jahr nur eine leichte Zunahme zu verzeichnen. Der zweitgrößte Goldproduzent der westlichen Welt – Kanada – meldete eine Neugewinnung von nur 115 Millionen Dollar gegenüber einem Förderwert von 126 Millionen Dollar im Jahr 1965. In den USA trat eine leichte Zunahme von 59 auf 63 Millionen Dollar ein.

Mit Besorgnis weist der Weltwährungsfonds darauf hin, daß immer noch große Goldmengen in den Sparstrümpfen verschwinden und damit in den einzelnen Ländern nicht mehr als Währungsreserve zur Verfügung stehen. Die private Rekordhortung von über einer Milliarde Dollar im Jahr 1965 wurde 1966 zwar nicht wieder erreicht, aber immerhin wurden Privatkäufe für 760 Millionen Dollar registriert.

Insgesamt haben die Goldbestände, außerhalb des Ostblocks, die als Währungsreserven gehalten werden, zwischen 1949 und 1965 jährlich im Durchschnitt um 510 Millionen Dollar zugenommen. Im vergangenen Jahr fielen die monetären Goldbestände um 40 Millionen Dollar auf 43,2 Milliarden Dollar. Private Hortungen, Verkäufe an die Volksrepublik China und vermehrter gewerblicher und industrieller Verbrauch werden als Hauptursachen dafür genannt. ap.