Sehr sehenswert:

„Tote schlafen fest“, von Howard Hawks nach Raymond Chandlers Kriminalroman „The Big Sleep“. Einer der besten Filme von Howard Hawks, einem der wenigen großen Regisseure, die Hollywood hervorgebracht und jahrzehntelang beschäftigt hat, das vielleicht interessanteste Werk unter den schwarzen Filmen Hollywoods und außerdem noch ein Film mit Humphrey Bogart in einer seiner besten Rollen, ein Film der Superlative also. Er stammt aus dem Jahre 1946 und wird in den deutschen Kinos dankenswertesterweise in der untertitelten Originalfassung gezeigt.

Nächste Woche im Fernsehen:

„Mouchette“, von Robert Bresson. Georges Bernanos über seinen Mouchette-Roman: „Ich möchte versuchen, das verzweifelte Erwachen des Gefühls der Reinheit in einem vom Elend geprägten Mädchen darzustellen – einer ganz und gar sinnlichen Reinheit...“ Robert Bresson hat die Geschichte von der Vierzehnjährigen, die von dem einzigen Menschen, dem sie Vertrauen schenkt, vergewaltigt wird und Selbstmord begeht, nacherzählt indem kargen, jeden Effekt vermeidenden Stil seiner letzten Filme. (25. September, Zweites Deutsches Fernsehen, 21 Uhr)

Sehenswert:

„Zwei Särge auf Bestellung“, von Elio Petri.

In einer sizilianischen Kleinstadt geschehen zwei Morde. Ein Professor, Kommunist, geht den Spuren nach und entdeckt den Anstifter der Morde in einem der Honoratioren des Ortes. Am Ende ist der unbequeme Rechercheur tot, und die Witwe eines der Ermordeten heiratet besagten Anstifter. Dem Pakt von Oberschicht und Verbrecherwelt entspricht in den Filmen, die davon handeln, der zwischen Sozialkritik und Krimi-Spannung. Die Mischung garantiert, wie der Originaltitel verspricht, jedem das seine.