Das Jahr 1966 brachte den 200 größten Industriefirmen außerhalb der USA zwar höhere Umsätze, aber einen merklichen Rückgang der Gewinne. Das stellt das amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune in seinem Jahresbericht über die Geschäftsergebnisse des big business in aller Welt fest.

Die Gesamtgewinne der 200 Gesellschaften erreichten zwar fast 21 Milliarden Mark, gegenüber dem Vorjahr war das aber nur eine Zunahme des Profits um 0,7 Prozent. In den beiden vorangegangenen Jahren waren Steigerungen von 10,2 beziehungsweise 12,1 Prozent erzielt worden.

Besonders ungünstig waren die Ergebnisse in Deutschland, Frankreich und England. In der Bundesrepublik gingen die Reingewinne um rund zehn Prozent zurück, in Frankreich verdienten die Großunternehmen im Durchschnitt 10,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Noch weniger Grund zur Freude hatten die britischen Unternehmer, deren Gewinne sogar um 13,3 Prozent geringer waren. Erfolgreicher wirtschafteten die italienischen Großbetriebe, die trotz des allgemeinen Konjunkturrückganges in Westeuropa eine Gewinnsteigerung von 16 9 Prozent erzielen konnten.

Ganz an der Spitze der Rangliste der profitablen Betriebe lagen die japanischen Großfirmen, deren Gewinne 1966 um 34,5 Prozent hochschnellten. Besonders die japanischen Automobilbauer können mit dem Geschäftsergebnis des vergangenen Jahres zufrieden sein.

Die 500 größten Industriefirmen der USA konnten 1966 gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme ihrer Reingewinne um 10,3 Prozent buchen. ap.