Boris Meissner: Die deutsch-sowjetischen Beziehungen von 1941 bis 1967. Göttinger Arbeitskreis, Göttingen, Calsowstraße 54. 36 mit der Maschine geschriebene Seiten.

Professor Meissner erweist sich in dieser kleinen Studie als ein Meister in der Kunst, auf beschränktem Raum Wesentliches zu sagen. Es gibt nicht viel Vergleichbares.

Meissner glaubt, Stalin, Berija und Malenkow hätten nach 1951 einen neutralen Staatengürtel vom Nordkap bis zum Nahen Osten schaffen wollen. Kernstück dieses Gürtels, so meint Meissner, sollte ein wiedervereinigtes Deutschland sein. Mit dem Aufstieg Chruschtschows und der Entmachtung Berijas seien diese Möglichkeiten geschwunden.

Meissner ist nicht pessimistisch für alle Zeit. Er hält es immer noch für möglich, die Spaltung Deutschlands zu beenden, wenn beide Seiten umdenken. Das würde für uns bedeuten, daß wir die nationalen russischen Interessen erwägen und berücksichtigen. G. G.