Der amerikanische Kongreß sorgt sich um die schönen Künste. 1965 wurde ein Rat für Nationale Kunst gebildet. Im Rahmen des ersten Programms wurden 75 Millionen Mark bewilligt.

Die neuen Forderungen des Rates für ein „Minimum-Programm“ betragen 560 Millionen Mark. Damit sollen Film, Funk und Fernsehen, Theater und Ballett, Architekten und Designer, Bildhauer und Maler, Musiker und Dichter gefördert werden. Der Rat will 50 Theater für die Provinz aufbauen und möglichst in allen Städten Orchestergruppen bilden.

Schwierigkeiten bei der Verteilung des Dollarsegens gibt es nicht. Nachdem sich die Existenz des Budgets herumgesprochen hatte, meldete sich eine große Zahl Kunstschaffender aus dem ganzen Land. Ein Vertreter des Kunstrates bezeichnete die Forderungen des Ausschusses im Senat als bescheiden und angebracht. Angesichts der hohen Kosten des Vietnam-Krieges und der Belastung des Etats durch das Weltraumprogramm werden die Künstler sich aber etwas bescheiden müssen. Doch mit 200 bis 250 Millionen dürfen sie rechnen. rod