Ein findiger Japaner hat einen neuen Baustoff entdeckt: Müll. Die Beseitigung und Verbrennung der Abfälle verschlingt heute in allen Großstädten Millionenbeträge. Kunitoshi Tezuka jedoch will es anders: Abfälle sollen für die Kommunen ein Geschäft werden. Erstens kostet seine Technik der Müllverarbeitung nur etwa die Hälfte der herkömmlichen Methoden und zweitens macht er aus Abfall Quadersteine.

Seine Idee ist einfach und praktisch. Er preßt die Abfälle unter hohem hydraulischen Druck zu einer festen Masse. Die Quader, Standardgewicht zwei Tonnen, werden mit Asphalt, Stahlplatten oder chemischen Stoffen ummantelt (je nachdem wie sie verarbeitet werden sollen).

Der erste japanische Müllumwandle wird in der Nähe Tokios gebaut. Mit den Behörden von San Franzisko verhandeln die Japaner schon seit geraume Zeit. Sie rechnen mit insgesamt minde stens zwanzig Aufträgen aus Nord- um Südamerika sowie Kanada in den nach sten zwei Jahren. Preise: Von rund eine Million Mark (in 24 Stunden werder 150 Tonnen Müll umgewandelt) bis 22,–Millionen (in 24 Stunden 3000 Tonner Müll).

Ein Mitglied des Stadtrates von New York wurde von Tezukas Erfindung zu einem phantastischen Vorschlag angeregt Laßt uns aus dem Abfall der New Yorker eine künstliche Insel für einen neuen Jet-Flughafen bauen. rod.