Das Pfund Sterling und der Dollar wären also noch einmal davongekommen, und man möchte sich wünschen, daß sich die hysterische Spekulation auf eine Goldpreiserhöhung, wie sie das vergangene Wochenende wieder einmal überschattete, auch weiterhin nicht auszahlen wird. Hysterien sind genau das, was sich die internationale Währungsordnung am wenigsten leisten kann. Nicht Ängste und Mißtrauen, sondern Zuversicht und Vertrauen sind die Basis jedweder Währung, die sich dieser Bezeichnung würdig erweisen soll. Währung kommt von währen.

Auf die Dauer werden freilich auch die wortreichsten Versicherungen und Beteuerungen der Notenbankpräsidenten, wie sie am Wochenende in Basel abgegeben wurden, nicht ausreichen, der Währungsspekulation ein Ende zu bereiten. Garantien von 35 Dollar je Unze hin, 35 Dollar je Unze her – wer wie der Chronist vor wenigen Tagen in New York miterleben mußte, wie ein amerikanischer Kunsthändler die Dollars seines europäischen Geschäftsfreundes zurückwies – und nach D-Mark verlangte, dem wird nur allzu klar, daß der Dollar mit Worten allein nicht länger zu verteidigen ist. bon