i leiche Startbedinguugen und Chan cen im Wettbewerb verlangt die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels in einem neuen Arbeitsprogramm. Um die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft besser zu verwirklichen und ihre ordnungspolitischen Ziele zu erreichen, stellt die Hauptgemeinschaft unter anderem folgende Forderungen auf, bei denen man sich fragen muß, ob Weltfremdheit oder Unverschämtheit Pate gestanden haben: ® Der nicht entnommene Gewinn ist steuerlich zu begünstigen. Auf diese Weise kann die Benachteiligung kleiner und mittlerer Selbständiger beseitigt werden, die sich daraus ergibt, daß der Fiskus zwischen den Einkommen der Unselbständigen und der Unternehmer keinen Unterschied macht. Begründung: Das Unternehmereinkommen werde, im Gegensatz zu den Einkünften der Arbeitnehmer, zum Teil für Investitionen wieder ausgegeben und sei deshalb mit einem Risiko belastet.

Klein- und Mittelbetriebe sind steuerlich allgemein zu begünstigen, weil sie die Steuerlast stärker spüren als Großbetriebe.

Unternehmen, die Waren an den Verbraucher verkaufen, sollen künftig nur durch eine gesetzliche Regelung zugelassen werden.

® Kaffeefahrten, Verlosungen und Geschenke als Werbeformen oder im Rahmen von Werbeveranstaltungen sind zu verbieten.

® Die Gegenüberstellung des vom Hersteller empfohlenen mit dem eigenen Einzelhandelspreis der Ware soll für unzulässig erklärt werden.

Sogenannte Lockvogelangebote — besonders preisgünstige Ware, oft in kleineren Mengen vorrätig — sind ebenfalls zu verbieten.

Großzügigere Finanzhilfen aus ERPund Steuermitteln zur Existenzsicherung der Klein- und Mittelbetriebe des Einzelhandels in neuen oder sanierten Wohngebieten, sind ein weiterer Wunsch. Um genügend Einzelhandelsunternehmen bei Städtesanierungen zu erhalten, ist nach Ansicht der Hauptgemeinschaft die Bildung eines Fonds für Finanzierungshilfen zugunsten dieser Betriebe zweckdienlich. der Länder für Kreditgarantiegemeinschaften des Handels sollen auch Kredite einbezogen werden, die an Bauträger für neue Handelsbetriebe gegeben werden. Die Rentenversicherung ist für Selbständige des Einzelhandels zu öffnen.