In der „Organisation pour le Development du Tourisme Africain (ODTA)“ sind vierzehn französischsprachige Staaten Westafrikas zwischen Mauretanien und Kongo-Khinshasa vereinigt, die mit Hilfe eines Zentralbüros in Paris um europäische und amerikanische Touristen werben, die Hilfe ausländischer Staaten und internationaler Organisationen zur Förderung des westafrikanischen Fremdenverkehrs mobilisieren und regionale Rundreiserouten festlegen.

Die westafrikanischen Staaten sind nicht damit zufrieden, daß nur rund zwei Prozent des Weltfremdenverkehrs Afrika berühren – zumal sie sich auf Nord-, Ost- und Südafrika konzentrieren. Die Westafrikaner meinen, daß auch ihre Landschaften, Volksfeste, Naturparks und Möglichkeiten zu Jagd und Fischerei mehr Gäste als bisher anziehen könnten. Nahezu alle Mitgliedsländer haben Programme zum langfristigen Ausbau ihrer sogenannten touristischen Infrastruktur begonnen, zu der neue Hotels und Straßen ebenso gehören wie die Anschaffung von Kraftfahrzeugen und Ausflugsbooten.

Ein Hindernis bilden vorerst noch die Flugpreise nach Westafrika und die hohen Aufenthaltskoster. Zur Propagierung von Reisen in diesen Teil des Kontinents sollen auch die Mode, das Kunsthandwerk und die Küche Westafrikas beitragen. dö.