Wirtschaft

Nutznießer

ie Möglichkeit zur Vornahme von Sonderabschreibungen sowie die Einführung der Mehrwertsteuer haben d

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DIE ZEIT

Lückes Betriebsunfall

Rasch und ungeachtet aller voraufgegangenen Überraschungseffekte hat sich der Wechsel an der Spitze des Bundesinnenministeriums auf eine flüchtige Bonner Episode reduziert.

Prags kühnes Programm

Wenn Marx und Lenin heute einen Blick auf die Entwicklung in den osteuropäischen Staaten tun könnten, würden sie ihren Augen kaum zu trauen vermögen.

ZEITSPIEGEL

„Ich beweinte den Stand der Dinge in Hanoi und Saigon und auf den Reisfeldern im Mekong-Delta, alle die Toten, Verstümmelten, die Gefolterten und Napalm-Verbrannten, denen keine Aufklärung mehr helfen konnte.

Ein Minister, kein Lückenbüßer

Für fünf Tage herrschte in Bonn Notstand, ein politischer Notstand – noch genauer: ein ministerieller Notstand, und zwar just in jenem Ministerium, das für die Notstandsgesetzgebung zuständig ist, im Bundesinnenministerium.

Das Ja-Spiel in der DDR

Der Polizeihauptwachtmeister Johannes Schrader lächelte verlegen. Aber da er zu wissen schien, worauf es ankam, formulierte er mühelos: „Wir schützen, gestützt auf die Verfassung, die Interessen des Volkes.

Zensoren der Ostpolitik

Der Bund der Vertriebenen hat den sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Rehs mit großer Mehrheit als Präsidenten wiedergewählt und zugleich eine Attacke von ungewöhnlicher Schärfe gegen die SPD geführt – eine Attacke, die in der Empfehlung mündet, die SPD nicht mehr zu wählen.

Schlagworte und Wirklichkeit in Vietnam

Es ist kaum möglich, aus Saigon zu berichten, ohne mißverstanden zu werden. Die Trostlosigkeit des militärischen Alltags, die Mehrzahl der „search and destroy“-Operationen, die meist ohne greifbares Ergebnis bleiben, finden in den Meldungen einfach keinen Niederschlag.

Krise der Presse – Krise der Demokratie

Seit zweihundert Jahren, wenn ich es richtig sehe, ist die Demokratie in einer argen Krise. Zumindest sind ihre Institutionen erschlafft, seit die demokratische Bewegung ihre institutionellen Ziele, die formale Gleichberechtigung für alle Menschen, erreicht hat.

Pension mit Schönheitsfehlern

Es ist ein Jammer: Da bemühen sich Politiker und Journalisten monatelang um Verständnis für die Altersversorgung der Abgeordneten zu wecken, doch jetzt hat das Parlament all jenen Kritikern Wasser auf die Mühlen geleitet, die schon immer kritisierten, die Abgeordneten seien stets schnell bei der Hand, wenn es darum gehe, sich selber Geld zu bewilligen.

Von „Nein“ war nicht die Rede

Am kommenden Sonntag soll die Bevölkerung der DDR dem SED-System zustimmen. Ulbricht will mit einer übereilt angesetzten Volksabstimmung über die neue Verfassung seine Antwort auf die politische Bewegung in den sozialistischen Nachbarstaaten geben.

Weyer setzt auf die SPD

Den Landesparteitag der Freien Demokraten in Dortmund und eine Kabinettsitzung der SPD/FDP-Regierung in Düsseldorf hatte Willi Weyer hinter sich gebracht.

Korporations-Nepotismus

Ein Chefarzt für das Kreiskrankenhaus Kipfenberg im Kreis Eichstädt (Mittelfranken) wird gesucht. Sicherlich ist die Stelle gemäß den Bestimmungen ausgeschrieben worden.

Böses Omen für die Zukunft

Daß Labour derzeit direkt an die Tories verliert, hat mit den beiden Parteiführern sicher am wenigsten zu tun. Immer noch finden 84 Prozent der Labour-Anhänger, Wilson sei der beste Premierminister, und nur 58 Prozent der Tories glauben, daß Edward Heath ein guter Oppositionsführer sei.

Zum Regieren verdammt

Harold Wilsons Fernsehansprache am Abend des 16. Oktober 1964 war so knapp wie sein Wahlsieg. Sie bestand aus ganzen fünfzehn Sätzen und legte verständlicherweise keine Einzelheiten fest.

Tauziehen in Nahost

Der UN-Sonderbeaufsragte für den Nahen Osten, Gunnar Jarring, hat am Dienstag in Amman eine neue Vermittlungsrunde begonnen.

Benda rückte auf

Ernst Benda (CDU), 43jähriger Rechtsanwalt aus Berlin und seit April 1967 parlamentarischer Staatssekretär, wurde am Dienstag zum Bundesminister des Innern ernannt.

Namen der Woche

Juri Gagarin, sowjetischer Kosmonaut, der am 12. April 1961 als erster Mensch in den Weltraum vorstieß, verunglückte 34jährig mit einem Düsenjäger vom veralteten Typ MiG-15 tödlich.

Nassers neuer Kurs

Der Umbildung seines Kabinetts hat der ägyptische Staatspräsident Nasser am vorigen Wochenende ein innenpolitisches Reformprogramm nachfolgen lassen.

Studentenunruhen...

... in Polen. Noch immer ist es dem Regime Gomulkas nicht gelungen, die Unruhe unter den polnischen Studenten zu dämpfen. Obwohl das Parteiorgan „Trybuna Ludu“ vor weiteren Versammlungen warnte, fanden sich am Donnerstag voriger Woche etwa 2000 Studenten auf dem Gelände der Warschauer Universität zusammen.

Breschnew warnte

Offensichtlich will der Kreml verhindern, daß in der Sowjetunion polnische oder tschechoslowakische Zustände einkehren. Vor der Moskauer Parteiorganition bezeichnete Breschnew am Freitag voriger Woche den ideologischen Kampf als akuteste Form des Klassenkampfes.

Von ZEIT zu ZEIT

Zwischen Erleichterung und Bestürzung bewegte sich die Reaktion der amerikanischen wie der außeramerikanischen Öffentlichkeit auf Lyndon B.

Svoboda geheim gewählt

Mit der Wahl des 72jährigen Generals Ludvik Svoboda zum Staatspräsidenten hat die Reformbewegung in der ČSSR am vorigen Wochenende einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Wieder Alarm in Aden

Seit dem unrühmlichen Abzug der Engländer aus Aden im letzten November ist die junge Volksrepublik Südjemen noch nicht zur Ruhe gekommen.

Noch hat die Einheit eine Chance

Wer meint, es habe am Sonntag in Belgien eine Wahl wie jede andere gegeben, mag glauben, sie habe zu nichts geführt. Die drei großen Parteien, die Christlich-Sozialen, die Sozialdemokraten und die Liberalen, haben ihren Rang behauptet.

Hoffnungen im Vatikan

Der Vatikan will den Dialog mit Prag fortsetzen. Die Liberalisierungstendenzen des neuen Parteichefs Dubček ermuntern ihn dazu.

Der Krieg geht weiter

Bis zum 31. März, so hatte Generalmajor Gowon zum Jahreswechsel angekündigt, würden die Truppen der nigerianischen Zentralregierung die vor zehn Monaten abgefallene Ostregion Biafra niedergerungen haben.

Rund um St. Pauli: Der Millionär

Vater Bartels hatte oft auf St. Pauli zu tun. Eines Nachts entschloß er sich, das Ballhaus „Jungmühle“, Große Freiheit Nr. 10 bis 12, zu kaufen.

Geh nach Hause und bete!

Vor den Toren Hamburgs wurde eine Einrichtung zu Fall gebracht, die sich seit der Zeit ihres Bestehens, von 1965 an, so bewährt hat, daß sie für viele, Ratlose und Hilfesuchende, zur segensreichen Zielstätte geworden ist: die Beratungsstelle für Ehe- und Lebensfragen im Jugendheim der Pinneberger Christuskirche.

Spätes Leid

Abendfriede heißt das Haus, aus dessen Portal der gebrechliche Herr N. und die weinerliche Frau A. meistens dann gemeinsam treten, wenn sie Ämtern und Zeitungsredaktionen das Leid ihrer späten Jahre klagen.

Theater – bigott und virtuos

Was am Broadway von New York Erfolg hatte, das gelangt – weil es als todsicheres Theater gilt – alsbald auf deutsche Bühnen.

Noelte verliert gegen Frisch

Während er im letzten Herbst in Zürich Max Frischs „Biografie“-Spiel probte, meldete der Regisseur Rudolf Noelte beim Autor eine wachsende Zahl von Änderungswünschen an: Wünsche auf Weglassungen, Entschweizerung der Dialoge, stilistische und grammatikalische Modifikationen.

Loblied auf die guten Slogans

Das englische Wort Slogan, das muß man wissen, bedeutet ursprünglich „Heerschrei“, „Kriegsruf“, „Feldgeschrei“. Es meint also jenen beträchtlichen Stimmaufwand, mit dem sich in früheren Zeitläuften Soldaten ins Schlachtgetümmel stürzten.

Mauricio Kagel:: Denk ich an Argentinien in der Nacht

Es ist nicht so, daß ich das Land meiner Geburt verachte oder daß die argentinische Nationalität mir Unbehagen bereitet. Aber die ununterbrochene politische Katastrophe, die seit bald dreißig Jahren Argentinien, (und den südamerikanischen Kontinent sogar noch länger) erwürgt, sind eine zu schwere Hypothek beim Verfassen von Gedanken, die ausschließlich kulturellen, musikalischen Themen gewidmet sein sollten.

Fernsehen: Demontage am Niederrhein

Roman und Film haben den gleichen Titel: Lebeck; der Roman, ein passables Stück Prosa, stammt von Günter Seuren; der Film, eine vorzügliche Bilder-Sequenz, ist ein Gemeinschaftswerk von Seuren und Johannes Schaaf.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Georg Friedrich Händel: „Passion“; Stader, Moser, Esswood, Häfliger, Jennings, Adam, Stämpfli, Regensburger Domchor, Schola Cantorum Basiliensis, Leitung: August Wenzinger; Deutsche Grammophon Gesellschaft Archiv SKL 959/61, 58,– DM bis 31.

Otto Gerdes:: Kollege mit Autorität

Otto Gerdes ist künstlerischer Leiter der Deutschen Grammophon Gesellschaft und dort speziell für die Repertoirebildung und Durchführung von Aufnahmen mit Herbert von Karajan verantwortlich.

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