ünfundsiebzig Cents je Aktie können d:e General Motors Aktionäre für 1967 weniger kassieren als im Vorjahr. Das gebremste Wachstum der amerikanischen Wirtschaft blieb auch nicht ohne Einfluß auf Amerikas größten Konzern. Die Automobilverkäufe lagen mit 6 3 Millionen Stück um 7 Prozent unter dem Vorjahr. Daß der Umsatz dennoch nur um l Prozent hinter dem Jahr 1966 zurückblieb, ist in erster Linie dem Umstand zu verdanken, daß das Unternehmen mehr Spitzenmodelle sowie Sonderausstattungen und Zubehör absetzen konnte. Hingegen mußte der nichtautomobile zivile Sektor ebenfalls Umsatzeinbußen von 6 Prozent (Gesamtumsatz 1 5 Milliarden Dollar) hinnehmen. Neben die Umsatzruckgänge, die auch bei den überseeischen Töchtern insgesamt 3 Prozent betrugen (Gesamtumsätze 2 8 Milliarden Dollar), beeinflußten vor allem Kostensteigerungen bei Löhnen und Material die Ertragslage wesentlidi und bewirkten einen Rückgang des Jahresüberschusses um 9 Prozent auf 1 6 Milliarden Dollar. Solange 90 Prozent des Konzernumsatzes aus dem Automobilsektor stammen, sind die Kömpensationsmöglichkeiten bei General Motors begrenzt. Das Unternehmen basiert hauptsächlich auf der amerikanischen Automobilkonjunktur. Gegenläufige Bewegungen bei ausländischen Tochtergesellschaften würden das Unternehmen nur unwesentlich berühren.

Auf dem amerikanischen Binnenmarkt konnte General Motors seine Marktstellung trotz der Abschwächung ausbauen: Der Anteil an den Neugesteigert werden. Dabei muß allerdings der Rechnung gestellt werden. In das Jahr 1968 ging die amerikanische Automobilindustrie mit zusätzlichen Belastungen. Der vorgeschriebene Einbau von Sicherheitsgurten und Abgasentgiftungsanlagen zwang General Motors zu einer Preiserhöhung von durchschnittlich 104 Dollar für die 1968er Modelle.

Über seine künftigen Aktivitäten — insbesondere auch in Europa — macht das Unternehmen wenig Angaben. Seine geplanten Gesamtinvestitionen für 1968 und die Folgejahre beziffert der Konzern mit jeweils l Milliarde Dollar gr