Wilhelm Gutmann (67), badenwürttembergischer NPD-Landesvorsitzender, muß sich laut Erklärung der Staatsanwaltschaft Tübingen den Vorwurf gefallen lassen, als NSDAP-Ortsgruppenleiter und Bürgermeister von Tiengen/Südbaden 1938 am Vorabend der "Reichskristallnacht" zu Terroraktionen gegen die Juden aufgehetzt und sich nach dem Krieg als Mitarbeiter der französischen Sicherheitspolizei betätigt zu haben.

Otto Brenner (60), Vorsitzender der IG-Metall, reiste zu Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der tschechoslowakischen Gewerkschaften, Karel Polacek, nach Prag und erklärte dort, seine Gewerkschaft erkenne das Münchner Abkommen nicht an.

Enoch Powell (56), "Verteidigungs"-und "Commonwealthmini- ster" im Schattenkabinett der britischen Konservativen, wurde von Parteichef Heath nach einer "im Ton rassistischen Rede" über das neue Einwanderungsgesetz aus der Regierungsmannschaft ausgeschlossen.

Léopold Senghor (61), Präsident der Republik Senegal, wurde vom Stiftungsrat zum Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1968 gewählt.

Sithu U Thant (59), UN-Generalsekretär, eröffnete in Teheran die Internationale Menschenrechtskonferenz, an der 2000 Delegierte aus 71 Ländern teilnahmen.