Wirtschaft

Frista: Geduld

Es wird noch ein „mühevoller Weg" zurückzulegen sein, bis die Frisia Aktionäre mit einer Dividende rechnen können.

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DIE ZEIT

Vorspiel in Paris

Beide gelten als welterfahrene, geschickte Diplomaten; zum erstenmal trafen sie sich vor sechs Jahren auf der Genfer Laos-Konferenz.

Genug der Reden - nun die Reform

Die schrecklichen Vereinfacher sagen: Würden die deutschen Universitäten nur straff und zentral geführt, dann wäre es nie zu den Demonstrationen gekommen.

Nationales Trauerspiel

Am Sonnabend, dem 11. Mai 1968, wird mit dem Namen Konrad Adenauers Schindluder getrieben. Die „Deutschland-Stiftung e. V.“, wieselig betrieben von dem Rechts-Exzentriker Kurt Ziesel, will zum zweitenmal Preise vergeben an drei Männer, die sich – so das Motiv – um die konservative Ordnung in diesem Lande verdient gemacht haben: an den ehemaligen Bischof Wilhelm Stählin, an den Schriftsteller Frank Thiess und an den Vertriebenen-Autor Emil Franzel.

Offerte ohne Obligio

Seine kühle Distanz zu der von ihm nicht gewollten Großen Koalition hat Gerhard Schröder vor der rheinischen CDU unverhohlener denn je kundgetan.

Des Kremls Klippe

Neulich sagte ein Politiker in Prag, ein langes Gespräch resümierend: „Je größer der Spielraum für Reformen ist, den wir uns schaffen, desto leichter ist es, die Grenzen einzuhalten, die uns die Solidarität mit den anderen sozialistischen Staaten setzt.

Karl Marx auf knallroter Bühne

Der Mann im offenen Hemd über der Wohinmit-dem-Klavier-Statur streift die „Platzordner“-Armbinde über den linken Ellenbogen; er postiert sich vor eine Tür und wittert nach beiden Seiten.

Aus Präsidentenholz geschnitzt

Die Größe eines Menschen offenbart sich in der Stunde der Demütigung. Die Nelson Rockefellers, der damals Gouverneur von New York war und ungekrönter König des liberalen Flügels der Republikanischen Partei, schlug im Sommer 1964, als die tobenden Kohorten des amerikanischen Rechtsradikalismus ihn im Kuhpalast zu San Francisco niederschrien.

ZEITSPIEGEL

Mehr als den Ärzten lieb ist, möchte Rudi Dutschke bereits wieder an seiner Dissertation arbeiten. Unter exakter Angabe von Titel, Autor und Verlag erbat er sich die Neuauflage eines ungarischen Buches zur ökonomischen Geographie.

Schwäbisches Röntgenbild

Was steckt hinter dem Wahlergebnis von Baden-Württemberg? Es brachte Punktverluste für die CDU (–2,1) und die SPD (–8,2), einen Punktgewinn für die FDP ( + 1,3), der NPD und DL einen Stimmenanteil von 9,8 beziehungsweise 2,3 Prozent.

Gemeinsam mit der SED?

Am 1. Mai marschierten in Westberlin die Veteranen der Einheitspartei zum erstenmal offiziell im Schutze der jugendlichen Avantgarde.

Aufruhr im Quartier Latin

Das Quartier Latin hat auch in der letzten Zeit oft Studentendemonstrationen gesehen – aber seit fast 25 Jahren keine so wüsten Schlägereien mehr wie die der letzten Tage.

Tauziehen um Sperrvertrag

Die Kernwaffenmächte sehen sich in der New Yorker Generaldebatte der Vereinten Nationen über den Atomsperrvertrag einer Phalanx von Opponenten und Zauderern gegenüber.

Wolken über der Koalition

Im Palais Schaumburg wie in der SPD-Zentrale wünscht man die Fortsetzung der Großen Koalition in Stuttgart. Zwar würde das Bonner Regierungsbündnis wohl auch den Bruch zwischen CDU und SPD in Stuttgart überdauern, aber atmosphärisch könnte sich das sehr nachteilig auf die Zusammenarbeit in Bonn auswirken.

Vietcong-Opfer

Als Vertreter von Botschafter Kopf hatte sich Ruedt in den drei Jahren seiner Dienstzeit in Saigon das Vertrauen der deutschen Kolonie und die Wertschätzung der deutschen Journalisten in Südvietnam erworben.

Hans Gresmann berichtet aus Lateinamerika (II): Kolonie in Freiheit

Eineinhalb Jahrhunderte ist es her, daß Simon Bolivar, Lateinamerikas Freiheitsheld und politischer Prophet, für jenes Gebiet auf der Landzunge zwischen beiden Amerikas, das heute die Staatsbezeichnung Panama trägt, eine kühne Prognose stellte: „Hier werden Kanäle die Entfernungen zwischen den Erdteilen verkürzen.

Probezeit für den Föderalismus

Selten ist sich der Bundestag – die Opposition inbegriffen – in den Grundsätzen so einig gewesen wie bei den Bundestagsdebatten über die Osterunruhen.

Fälschung?

Der Artikel „Goebbels“ Nachfahren“ von Kai Hermann in der „Zeit“ Nr. 17 vom 26..............................................

Debatte ohne neue Impulse

Wesentlich neue Ansätze hat die Debatte des Bundestages über die Hochschulreform nicht erbracht. Bundesforschungsminister Stoltenberg kündigte am Dienstag zwar vor dem Plenum an, der Bund werde die erweiterten Kompetenzen zum Aus- und Aufbau der Universität nutzen, die ihm die anstehende Reform der Finanzverfassung einräumen werde.

Prag unter Druck

Die Reformen in der CSSR haben Moskaus ideologischen Führungsanspruch gefährdet und an der Einheit des kommunistischen Lagers gerüttelt.

Revolte in Paris

Vor „linken“ Studentenunruhen ist auch das Frankreich de Gaulles nicht mehr sicher. Grund: Das unbefriedigte Verlangen nach Studienreform und „Diskussion“.

Gibraltar gesperrt

Nach der einseitigen Beschränkung des Luftverkehrs im April vorigen Jahres hat die spanische Regierung am vorigen Wochenende die Grenze zwischen Gibraltar und dem Hinterland gesperrt.

Beifall aus Moskau

Als „Zeichen des Beifalls für Präsident Johnsons Friedensinitiative“ in Vietnam wertete die Londoner „Times“ die Ratifikation des amerikanisch-sowjetischen Konsularvertrags durch das Präsidium des Obersten Sowjet, die Moskau am vorigen Wochenende bekanntgab.

Von ZEIT zu ZEIT

südvietnamesischen Hauptstadt wurden der deutsche Botschaftssekretär Hasso Rüdt von Collenberg und fünf ausländische Korrespondenten von Vietcong Partisanen erschossen.

Namen der Woche

Semjon Zarapkin (62), sowjetischer Botschafter in Bonn, schlug eine Einladung der deutschen Unesco-Kommission zu einer Feier zum 150.

Friedensfühler

Zu „Gesprächen über Gespräche“ nach zehn Monaten Krieg trafen am vorigen Wochenende die Vertreter Nigerias, Anthony Enahoro, und Biafras, Sir Louis Mbanefo, in London zusammen.

Kreisauer Sozialismus

Mit diesem Buch – Frucht einer jahrelangen emsigen Forschungsarbeit – hat der junge holländische Historiker Geer van Roon ein Standardwerk vorgelegt, wenngleich es in manchen Details mißglückt ist.

Kein Mann für Bonn?

Dies ist ein erstaunliches Buch. Fast gleicht es einem Wunder. Nicht als ob Kurt Finker, Professor und Militärhistoriker in Potsdam, mit neuen Erkenntnissen überraschte, das Material, das für eine Stauffenberg-Biographie zur Verfügung steht, ist aufbereitet.

Schule und Widerstand

In der Diskussion über Recht oder Unrecht der studentischen Rebellion werden auf die Frage nach dem ideologischen Hintergrund wohl Namen von Hochschullehrern wie Abendroth, Habermas, Marcuse genannt; übersehen wird aber meistens die Tatsache, daß diese aufbegehrenden Studenten ihre ersten intensiven politischen Bildungseindrücke, positiv oder negativ, auf den deutschen Gymnasien der Nachkriegszeit empfangen haben.

Bayern, wie es lebt und lehrt

Die Zumutung an den Leser droht zum Ärgernis auszuarten: Auf den zwölfhundertsechsundvierzig Seiten dieser dreibändigen autobiographischen Beichte versammelt sich ein so bunt geschecktes Sammelsurium von bedeutenden und leider auch unbedeutenden Namen der Zeitgeschichte, daß die Personenregister zu bersten scheinen; allein der dritte Band führt acht- bis neunhundert Zeitgenossen auf.

Neo-Nazis

In unserer Übersicht über Literatur zum Phänomen der Nationaldemokratischen Partei und des Rechtsradikalismus war auch ein Buch von H.

Tagebücher großer Verbrechen

Man sagt, das „Tagebuch der Anne Frank“ habe die Welt erschüttert und nicht zuletzt auch die Deutschen. Jedoch erscheint es zweifelhaft ob die jungen Mitglieder der Nationaldemokratischen Partei etwa dieses Buch je lasen oder eines der anderen über die Nazi-Verbrechen.

Mitschuldig am Mord

gelegentlich ist der Verdacht ausgesprochen worden, daß die strikte, durchaus nicht judenfreundliche Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten und Großbritanniens Hitler zu seinen furchtbaren Taten ermutigt hätte.

Aufs Maul geschaut

Ach, diese deutschen Lebensläufe! Wer will nur so vermessen sein anzunehmen, es könne aus der Addition von fünfzig oder siebzig Millionen Lebensabrissen ein Bild dieses Volkes gewonnen und es könnten auf diese Weise dessen Tugenden und Fehlleistungen erklärt werden? Einige Jahre nach Kriegsende hat Ernst von Salomon die hunderteinunddreißig Fragen seines von den Amerikanern verordneten Fragebogens zu einem publizistischen Brillantfeuerwerk und zugleich zum Versuch der eigenen Rechtfertigung ausgenutzt.

Sind Richter andere Menschen?

Sein Name – Norbert Möllers – wurde bekannt, als er im Monstre-Prozeß gegen den „Sozialanwalt“ Dr. Weigand den Vorsitz führte.

Auch du mein Sohn...?

Zeitweilig war ich ja ein schlimmer Rabauke, doch ab 13 oder 14, als ich keine Flegeleien mehr beging, verstand ich mich sehr gut mit meinem Vater.

Schall und Rauch

Auf Titel und Orden verzichtet der Richter“ so schrieb es der Oberlandesgerichtsrat Corel1 aus Nürnberg in der „deutschen Richterzeitung“.

Recht in unserer Zeit: Mobilmachung

Herr G. aus Köln hatte seinen Wehrdienst hinter sich. Als ihm das Kreiswehrersatzamt erneut einen Einberufungsbefehl ins Haus schickte, durfte er das für ein Versehen halten.

Professoren-Streit

Wenn zu Beginn der kommenden Woche der hessische Kultusminister, Professor Ernst Schütte, aus dem Urlaub zurückkommt, werden ihn auf seinem Schreibtisch mehrere Ausschnitte aus der „Oberhessischen Presse“, Marburg, empfangen.

Überforderte Ärzte

Eine fatale Panne in der Düsseldorfer Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg offenbarte, in welch schizophrener Weise in einem Teilbereich des Strafvollzugs verfahren wird: nämlich bei der Unterbringung vermindert zurechnungsfähiger Gewalttäter.

Mysteriöse Bremer Eule

Kriminalautor Durbridge könnte beim Blick auf Bremen vor Neid erblassen: In der Hansestadt ist von Blut und Terror die Rede, von Geheimdokumenten, Munition und Waffen.

„Mein Affe braucht Wärme“

Als das „unheiligste Gelände“ Berlins apostrophierte eine Dame den Zoologischen Garten, als man ihrer Bitte, den Elefantenbullen Salim wieder in die Gemeinschaft seiner Herde zu entlassen, nicht entsprach.

Rowohlt ahoi!

Unter der bis dato in der internationalen Seefahrt unbekanten rororo-Flagge stach, mit Kurs auf Helgoland, am Morgen des 2. Mai die M.

Unter Brüdern

Seltsame Duplizität: Zwei international renommierte Dramatiker wenden sich fast gleichzeitig von der politischen Thematik ihrer früheren Stücke ab und halten Gerichtstag über privates Seelenleben.

Ohne Pendant

Das kann aber verflucht teuer werden, meinte Brecht, als ihm Adorno gleich nach dem Krieg vorschlug, ein von wirtschaftlichen Erwägungen unbelastetes „Theater der Armut“ ins Leben zu rufen.

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