Auf Robert Kennedy, Bruder des vor viereinhalb Jahren ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, wurde in der Nacht zum Mittwoch ein Attentat verübt. Der New Yorker Senator wurde im „Ambassador-Hotel“ zu Los Angeles von zwei Revolverschüssen in Kopf und Brust getroffen. Der Attentäter war ein 25jähriger Mexiko-Amerikaner. Kennedy wurde in „sehr kritischem“ Zustand ins Krankenhaus gebracht und von sechs Ärzten operiert. Drei weitere Personen erlitten bei dem Anschlag Verletzungen.

Kennedy, der sich um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten bewirbt, hatte wenige Minuten zuvor seinen Sieg bei den Vorwahlen in Süd-Dakota und Kalifornien verkündet. In Süd-Dakota erhielt er 47 Prozent der Wählerstimmen. Nach den ersten Hochrechnungen lag Kennedys Stimmenanteil in Kalifornien bei 45 Prozent.