Im laufenden Geschäftsjahr befindet sich der Duisburger Investitionsgüterkonzern nach den Angaben des Vorstandes auf dem „ansteigenden Ass“. Das Inlandsgeschäft wird allerdings bisher nur „zurückhaltend optimistisch“ beurteilt. Die neue Investitionswelle hat den Demag-Konzern noch nicht erreicht. Aber die Fundamente für den Aufschwung seien gelegt, und es zeichnen sich bei der Demag schon günstige Einzelentwicklungen ab, die freilich erst zu einer insgesamt bescheidenen Besserung im laufenden Jahr führen würden.

Das erste Quartal dieses Jahres brachte eine Steigerung der Auftragseingänge aus dem Inland um nur 4 Prozent, aber aus dem Ausland sind die neuen Bestellungen um nicht weniger als 53 Prozent gestiegen. Insbesondere im Schwermaschinenbau konnten in den ersten 4 Monaten dieses Jahres mehr Aufträge hereingeholt werden als im ganzen Jahr 1967. Dabei hat schon das vergangene Jahr bei der Demag eindeutig im Zeichen des Exportgeschäfts gestanden. „Der Export hat uns gerettet“, heißt es in Duisburg, wo die Investitionspause der deutschen Industrie sich als „empfindlichster Geschäftseinbruch seit 10 Jahren“ niederschlug. Das Inlandsgeschäft ging im vergangenen Geschäftsjahr um 19 Prozent zurück; durch eine kräftige Exportförderung blieb der Rückgang des Geschäftsumsatzes im gesamten Konzern von 1,05 auf 1 Milliarde Mark wesentlich geringer. Stärkung und Ausbau der Auslandsgeschäfte, auch in der Form von Kooperation mit auswärtigen Firmen, wird im Rahmen der Investitionspolitik bei der Demag jetzt groß geschrieben.

Es spricht für die Standfestigkeit des großen Maschinenbau-Unternehmens, daß es bei einer nur siebzigprozentigen Auslastung der Kapazitäten dennoch ein gutes Ergebnis erzielen konnte. Die Demag zahlt wieder 14 Prozent Dividende und stellt 15,7 Millionen Mark in die Rücklagen ein. nmn.