Eine knappe Woche nach dem Endspiel der Pokalsieger in Rotterdam trafen sich im Londoner Wembleystadion vor 100 000 Zuschauern Benfica Lissabon und Manchester United zum europäischen Finale der Landesmeister. Erst in der Verlängerung konnten die favorisierten Engländer die Portugiesen mit 4:1 besiegen. Die sympathischere Mannschaft, die noch etwas altmodisch mit herrlichen Schnörkeln spielte, war Benfica. Ihr bester Mann, Eusebio, ein Neger aus Mozambique, der von dem berüchtigten Stiles am laufenden Band gefoult wurde, gab ausgerechnet den Briten im eigenen Lande Unterricht im Fairplay, das einige der Profis aus Manchester offensichtlich verlernt haben. Der Sieg der Engländer war aber dank der größeren Schnelligkeit im offensiven Direktspiel und dank der besseren Kondition verdient. A. M.