Wissenschaftler der McGill-Universität in den USA berichten von der überaus erfolgreichen Anwendung von Hormonen gegen psychotische Depressionen. Das verabfolgte Hormon, das den chemischen Namen Dexamethason trägt, wird normalerweise gegen Entzündungen der Gelenke und anderer Körperregionen angewandt. Es ersetzt das körpereigene Hormon Cortison.

Diese Therapie basiert auf der Theorie, daß depressive Erscheinungen durch Mangel an Hormonen und Aminen im Gehirn charakterisiert sind. Gegen den Aminmangel wird schon seit Jahren mit gutem Erfolg ein Norephedrin genanntes Mittel verabreicht, ein chemischer Stoff, der auch bei der Reizübermittlung an Nerven eine wichtige Rolle spielt. Die Behandlung mit Hormonen ist dagegen neu. Rg