Ein Bericht aus Moskau befaßt sich mit dem Plan, Meteore für die Nachrichtenübermittlung in der sowjetischen Antarktis auszunutzen. Der Gedanke ist nicht neu; auch das kanadische Verteidigungsministerium und amerikanische Wissenschaftler haben die Eignung der Meteore für die Übertragung von Funksignalen über große Entfernungen nachgewiesen. Bestechend daran ist vor allem, daß sich ionosphärische Störungen, die in den Polargebieten besonders stark auftreten, kaum auf die Übertragungsgüte auswirken. Ein Handikap ist aber, daß Meteore nicht jederzeit zur Verfügung stehen. Das Neue an dem russischen Vorhaben liegt nun darin, daß alle Informationen zunächst in einen elektronischen Speicher gelangen, um erst dann, wenn ein geeigneter Meteor auftaucht, automatisch abgerufen und mit äußerst hoher Geschwindigkeit auf dem Wege über den Meteor übertragen zu werden. M. K.