Die großen Computerfirmen haben unversehens Konkurrenz bekommen. In Deutschland und Amerika haben sich in den letzten zwei bis drei Jahren Hersteller von Kleincomputern in die Märkte der großen gedrängt. Sie bauen vornehmlich Geräte für den kommerziellen Bereich und haben Erfolg, weil sie wesentlich billiger anbieten als die mächtige Konkurrenz.

Vorgänger der Mini-Computer waren Weiterentwicklungen von konventionellen Buchungs- und Fakturierungsmaschinen. Heute entsprechen sie in Bauart und Arbeitsweise den klassischen Computern.

Typisches Merkmal dieser Geräte ist, daß sie nur für konventionelle Aufgaben geeignet sind und daß ein bestimmtes Gerät immer nur für einen beschränkten Aufgabenbereich gebaut ist. Damit entsprechen sie den praktischen Anforderungen der Wirtschaft oft besser, als die universellen und komplizierten Computer der großen Firmen.

Daneben haben sich einige kleine Firmen auf periphere Geräte für die Computer der großen spezialisiert. Diese Zusatzgeräte für Ein- und Ausgabe, Speichern und Aufbereitung der Daten sind selbst kleine Computer mit elektronischen Schaltungen.

Freilich bieten Firmen wie IBM das periphere Gerät auch an. Doch die kleinen Firmen sind auch hier wesentlich billiger.

Die Voraussetzung für das Geschäft der Außenseiter auf diesem Markt ist, daß sich die Käufer von der Zwangsvorstellung lösen: wenn schon Computer, dann alles von einem Hersteller. In Amerika ist dieser Bruch bereits vollzogen.

Bei den teilweise attraktiven Preisen der Außenseiter ist das kein Wunder. Eine bis dahin unbekannte Firma bietet beispielsweise ein Bandgerät, passend für alle IBM-Computer, an, das um die Hälfte billiger ist, als das entsprechende IBM-Gerät.