Der Kaufhaus Konzern Karstadt AG, der seinen Schwerpunkt neben Norddeutschland vor allem im Ruhrgebiet hat, spürte die wirtschaftliche Flaute des vergangenen Jahres deutlich. Zusammen mit der Kepa nahm der Konzernumsatz nur noch um 2 9 Prozent auf 3 35 Milliarden Mark zu. Die geringere Umsatzsteigerung gegenüber den Vorjahren drückt sich auch in dem Verhältnis zwischen Verkaufsfläche und Umsatz je Quadratmeter aus. Trotz einer ständigen Vergrößerung war der Quadratmeterumsatz von 1962 bis 1966 kontinuierlich von 6300 auf 7200 Mark gestiegen. Im vergangenen Jahr erweiterte Karstadt seine Verkaufsfläche um 12 3 Prozent auf 428 300 Quadratmeter, der Umsatz fiel jedoch auf 7000 Mark.

Durch konsequente Rationalisierungsmaßnahmen hat das Unternehmen seinen Ertrag dennoch kräftig gesteigert. Der Jahresüberschuß nahm von 74 3 auf 88 6 Millionen Mark zu. Davon fließen 40 Millionen in die Rücklage, während 48 6 Millionen Mark als um ein auf 18 Prozent erhöhte Dividende ausgeschüttet werden. Der sogenannte cash flow, die Innenfinanzierung, stieg vor der Dividendenverteilung von 166 5 auf 196 Millionen Mark, umgerechnet je Aktie von 61 70 auf 72 80 Mark.

Im neuen Jahr hat sich die wirtschaftliche Wiederbelebung deutlich bemerkbar gemacht. Der Karstadt Umsatz stieg, nicht zuletzt durch diä erweiterte Verkaufsfläche, in den ersten vier Abnaten um 9 4 Prozent. Als Antwort auf die verschärfte Konkurrenz der Verbrauchermärkte wird Karstadt weiter expandieren. In diesem Jahr werden 22 000 Quadratmeter Verkaufsfläche neu in Betrieb genommen, darunter neue Häuser in Manchen, Wiesbaden und Gießen. Neubauten oder Erweiterungen mit 42 000 Quadratmetern sird in Rosenheim, Bochum, Solingen, Braunsdweig, Hamburg und Kiel in Bau mb.