Wenn die Ertragsbesserung anhält, dann könne für Mannesmann eine Dividendenrhöhung durchaus wieder im Bereich des Möglichen liegen, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Overbeck in der Pressekonferenz des Unternehmens, das in den ersten Monaten dieses Jahres wieder gut im Rennen liegt. Die Hüttenwerke des Konzerns sind voll beschäftigt, der Konzernfremdumsatz erhöhte sich im ersten Quartal 1968 um 10 Prozent. Allerdings muß Mannesmann in diesem Jahre auch runde 20 Millionen Mark an zusätzlichen Lohnkosten verhaften, die sich nach überschlägigen Berechnungen der Verwaltung aus den neuen Tarifabkommen in der Metallverarbeitung, in der Stahlindustrie und im Steinkohlenbergbau ergeben werden.

Aber schon das vergangene Jahr, in dem Mannesmann beachtliche Rationalisierungserfolge erzielen konnte, berechtigt offenbar zu größeren Hoffnungen. Tatsächlich konnten die zum Teil sehr erheblichen Erlösrückgänge durch Kosteneinsparungen voll wettgemacht werden, und das erwirtschaftete Ergebnis des allgemein sehr schlechten Jahres 1967 war mit 143,5 Millionen Mark sogar um 20 Millionen besser als das des Vorjahres und übertraf auch das Jahr 1965 noch um runde 10 Millionen.

Neben der nochmals bescheidenen Dividende von 7 Prozent blieben 10 Millionen übrig für die freie Rücklage, und weitere 30,3 Millionen werden für die besondere Rücklage aus dem Ergebnis abgezweigt.

Auch bei Mannesmann ist – wie bei anderen großen Unternehmen der Branche – die Investitionspause beendet. 200 bis 220 Millionen Mark sollen im laufenden Jahr investiert werden.

Nmn