Im 13. Jahr nach Gründung erzielte die Wienerwald GmbH, München, deren Alleininhaber Friedrich Jahn ist, einen Gruppenumsatz von 268 Millionen Mark. Der ehemalige Kellner, der mit einer Reihe von Tochtergesellschaften im In- und Ausland zum Konzernchef avancierte, ist sich seines Erfolges durchaus bewußt: „Als meine größte Leistung sehe ich an, daß wir völlig unabhängig geblieben sind; der Wienerwald steht heute so gesund da wie noch nie.“

1967 hat die Gruppe auch im Inland einen höheren Umsatz von 205,5 (202) Millionen Mark erreicht und mit 5200 gegen 6000 Mitarbeitern im Vorjahr einschließlich 22 neueröffneten „Brathendl-Stationen“ rationeller arbeiten können. Das hat sich auf die Rendite bei einem „recht befriedigenden Gewinn“ günstig ausgewirkt. „Nach wie vor können die Investitionen voll aus eigenen Mitteln finanziert werden. Bankkredite benötigen wir nicht“, sagt Jahn. Wohin steuert dieser Selfmademan, dessen Brathühner goldene Eier zu legen scheinen? Längst hat er sich auch im Ausland etabliert. Von insgesamt 261 Gaststätten betreibt er 12 in Österreich, 5 in Holland, 3 in der Schweiz, 2 in Belgien und 4 in USA; Italien folgt in Kürze. Seine neueste Idee ist das „Franchising-System“. Das heißt: selbständigen Gastronomen werden gegen eine Gebühr Lizenzen erteilt. Dafür stellt Wienerwald den Namen, sein Know-how sowie die Werbung zur Verfügung und schult das Personal der Lizenznehmer. Diese wiederum müssen sich selbst finanzieren und ihre Gaststätten mit dem Wienerwald-Sortiment zu vorgeschriebenen Preisen anbieten. PGK