Sehr sehenswert:

„Die Straße von Korinth“, von Claude Chabrol. Abenteuer, Liebe, Spannung; in Griechenland, Farbe von Eastmancolor, kämpft die CIA gegen eine geheimnisvolle Macht, die mittels kleiner schwarzer Kästchen erreicht, daß irgend etwas in der NATO nicht funktioniert; Agenten sterben, ein Mädchen gibt nicht auf: eine Geschichte zu einem Agenten-Film, aber verfilmt wie in Zeitlupe und durchsetzt mit Kinospäßen; eine ausgefallene Art, Vulgäres zum Gegenstand eines exquisiten Vergnügens zu machen.

„Lola Montez“ und „Liebelei“, von Max Ophüls. „Ein Liebesfall“, von Dusan Makavejev. „Das junge Mädchen“, von Luis Buñuel. „Iwan der Schreckliche I“, von Sergej M. Eisenstein. „Die Braut trug Schwarz“, von François Truffaut.

Sehenswert:

„Die fünf Geächteten“, von John Sturges. Der Film beginnt mit der Szene, mit der alle bisherigen Filme über Wyatt Earp und Doc Holliday endeten, mit der Schießerei zwischen den Earps und den Clantons am O. K. Corral, die am 26. Oktober 1881 in Tombstone ausgetragen wurde: Er schildert die korrupte Auseinandersetzung zwischen Wyatt Earp und Ike Clanton um die Macht in Tombstone, die danach begann, eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern, die unverhohlen morden. Inszeniert ist der Film wie ein Epilog zu vielen Western: Seine Lakonie setzt die Kenntnis vieler Western voraus; das Genre altert zum Kino über Kino.

Ferner laufen:

„Rat mal, wer zum Essen kommt“, von Stanley Kramer. „In der Hitze der Nacht“, von Norman Jewison. „Schöne Isabella“, von Francesco Rosi. „Der Millionen-Coup der Zwölf“, von Alain Cavalier. „Layout“, von Hans Piper. „Lamiel – ich liebe die Liebe“, von Jean Aurel. „Der Fremde“, von Luchino Visconti.

Zusammengestellt und kommentiert von Uwe Nettelbeck. Aufgenommen in diese Liste werden möglichst viele Filme, möglichst in der Woche ihrerwestdeutschen Erstaufführung.