Dortmund Bis zum 30. Juni, Museum am Ostwall: „Environment“

Drei Künstler werden als Vertreter des Environment vorgestellt. Environment gleich Umgebung gleich gestaltete Umgebung gleich Einbeziehung der Umgebung in die künstlerische Planung, indem Licht, Farbe, Bewegung als Gestaltungsfaktoren eingesetzt werden. Alle drei sind im Zusammenhang mit Art Visuel, Art Intermedia und Kinetik bereits genannt und gezeigt worden, der Schweizer Gottfried Honegger, der Italiener Agostino Bonalumi, und Carlos Cruz-Diaz aus Venezuela.

Hamburg Am 24. und 25. Juni, Dr. Ernst Hauswedell: „Alte und Moderne Kunst“

Ein Goethe-Aquarell (25 000 Mark) und eine Degas-Zeichnung (24 000 Mark) sind Spitzenreiter in der Abteilung Alte Kunst. Daß Dr. Hauswedell in der modernen Abteilung außer der Druckgraphik mehr als vierzig Gemälde, einhundert Aquarelle und Zeichnungen sowie vierzig Plastiken anbieten kann, ist ein Novum, und nicht nur die Quantität ist bemerkenswert. Zu den wichtigen Werken zählen ein früher Max Ernst, ein Meer-Bild von Dufy, ein Stilleben von Severini, Skulpturen von Arp, Barlach, vor allem Lehmbrucks „Rückblickende“. Erstmals auf einer Kunstauktion: Peter Weiss, der bekanntlich als Maler begonnen hat. Sein „Welttheater“ von 1937, eine apokalyptische Szene, ist auf 9500 Mark geschätzt. Am 19. und 20. Juni werden Bücher und Autographen versteigert.

Lübeck Bis zum 4. August, Overbeck-Gesellschaft: „Kleine documenta“

Im Sommer der 4. documenta – falls es sie geben wird, falls sie, entgegen pessimistischen Prognosen, am 27. Juni tatsächlich eröffnet und nicht alsbald besetzt und geschlossen wird – feiert die Overbeck-Gesellschaft den 50. Geburtstag mit einer Jubiläumsschau, die mit gut 50 Werken „Kunst nach 1950“ dokumentiert. „Nicht bescheiden nehmen, was sich gerade bietet, sich vielmehr um das Beste bemühen, was aus dem Kunstgut unserer Zeit für uns erreichbar ist.“ Das stand im Gründungsaufruf März 1918. Das hat Carl Georg Heise in den zwanziger Jahren in Lübeck praktiziert. Er eröffnete am Sonntag die „Kleine documenta“, die Hans-Friedrich Geist zusammengestellt hat. Ein wundervolles Ensemble schöner, klassisch schöner Bilder. Das erreichbare Beste aus 18 Jahren. Ein Rückblickohne den Ehrgeiz, alle oder auch nur die wichtigsten neuen Richtungen seit 1950 zu demonstrieren (kein Pollock und kein Rauschenberg, kein Nouveau Réalisme und keine Popart). Die Altmeister dominieren, Beckmann (mit einem Stilleben aus seinem Todesjahr 1950), Picasso (mit dem grauen Pferdekopf aus der Sammlung Sprengel), Kokoschka, Nolde, Miro, Léger, Giacometti, Max Ernst, Morandi. Die Künstler, die erst in den fünfziger Jahren auf ihre Höhe gekommen sind: Bacon, de Staël, Dubuffet, Tapies, sind in der Minderzahl. Die Auswahl wird, je näher zur Gegenwart, desto spärlicher.

Stuttgart Bis zum 30. Juni, Galerie Valentien: „Malerei und Graphik der Bauhauskünstler“