Für Stadtväter mit großen Verkehrsproblemen, aber zu kleinem Geldsäckel taucht jetzt ein Silberstreif am Himmel auf. Japanische Ingenieure haben einen Weg gefunden, die Steuerung der Ampeln durch teure Elektronenrechner zu umgehen, indem sie für die Auslösung der Schaltimpulse die Verkehrsgeräusche auf der Kreuzung auswerten. Stellt das elektronische Ohr beispielsweise ein Nachlassen des Verkehrsvolumens fest, so werden die Ampeln in kürzeren Intervallen, bei starkem Verkehr in längeren Zeitabständen geschaltet.

Der elektronische Teil der Anlage ist sehr einfach. Der Fühler (das „Ohr“) ist ein gewöhnlicher Lautsprecher, eingebaut in einen Trichter, dessen Öffnung auf die Mitte der Straßenkreuzung gerichtet ist. Das Ausgangssignal dieses „umgekehrten“ Lautsprechers wird einem Transistorverstärker zugeführt. Ein Flip-Flop (Schmitt-Trigger) schaltet, sobald ein vorgegebener Schwellenwert unter- oder überschritten wird. Kam.