Nach einer viermonatigen Regierungskrise ist am Montag in Brüssel das neue belgische Kabinett unter Ministerpräsident Eyskens vereidigt worden. Die Regierung besteht zu gleichen Teilen aus vierzehn Flamen (neun Christlich-Soziale und sechs Sozialisten) und vierzehn Wallonen (sieben Christlich-Soziale und sechs Sozialisten). Der christlich-soziale Universitätsprofessor Eyskens, der bereits 1949 und 1958 eine belgische Regierung geleitet hat, gilt als sprachlich neutral.

Den größten Verdienst um die schwierige Regierungsbildung hat sich der vorige Premierminister von den Boyenants erworben, dessen Koalitionsregierung Anfang Februar am Konflikt um die Universität Löwen zerbrochen war.