Primär-Strukturen

Der Begriff Primary Structures wurde von Kynaston McShine erstmalig für eine Ausstellung im New Yorker "Jewish Museum", 1966, gebraucht. Er bezieht sich auf plastische Formen, die ohne Sockel im Raum stehen, häufig als Gruppe, die sich aus einzelnen gleichartigen oder verschiedenen Teilen zusammensetzt (Teilen, die verschieden aufgestellt werden können, je nach dem umgebenden Raum). Die Formen sind durch Reduktion auf einfache, zumeist geometrische Figuren gekennzeichnet. Viele Primär-Strukturen legen eine neue Art Monumentalität nahe, jedoch: "Sie sind nicht für die Jahrhunderte gebaut, sondern eher gegen sie. Sie sind in eine systematische Reduktion der Zeit in Sekundenbruchteile verwickelt und nicht in die Darstellung langer Zeitabschnitte." So Robert Smithson, ein amerikanischer Plastiker. Die Primär-Strukturen werden häufig industriell nach dem Entwurf des Gestalters hergestellt.