Mit 95 gegen vier Stimmen (bei 21 Enthaltungen) hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen Mitte voriger Woche den amerikanisch-sowjetischen Entwurf für einen Atomsperrvertrag gebilligt.

US-Präsident Johnson, der überraschend nach New York gereist war, würdigte die Zustimmung der Weltorganisation als das „wichtigste internationale Übereinkommen seit Beginn des Atomzeitalters“. Washington sei bereit, im Sommer dieses Jahres in Genf mit Gesprächen über eine Beschränkung der atomaren Rüstung zu beginnen.

Die USA, Großbritannien und die Sowjetunion unterbreiteten dem Sicherheitsrat gleichlautende Versicherungen, nach denen sie atomwaffenfreien Staaten, die mit A-Waffen angegriffen werden oder denen ein solcher Angriff droht, über den Sicherheitsrat zur Hilfe kommen werden. Der Atomwaffensperrvertrag tritt in Kraft, wenn ihn – außer den drei Unterzeichnerstaaten – 40 Länder unterschrieben und ratifiziert haben.