Zu den Außenseitern der neuen Ruhrkohlen AG wird vermutlich die Contigas gehören, die ihre – ausgezeichnete – Zeche, die Steinkohlenbergwerk Westfalen AG, nicht aus der Konzernrechnung verlieren möchte. Mit einer Schichtleistung von jetzt 3,7 Tonnen gehört die Zeche Westfalen, die ihre siebenprozentige Dividende glatt verdient, zu den unbestrittenen Spitzenreitern. In der Pressekonferenz der Muttergesellschaft äußerte Vorstandsvorsitzer Dr. Wolfgang Glazel „schwerwiegende Bedenken“ gegen einen möglichen Beitritt zur Einheitsgesellschaft des Ruhrbergbaus. Für die östlichste Randzeche des Reviers ergäben sich daraus keine Vorteile, für den Konzern aber unbedingt Nachteile, hieß es dazu.

Der Anteil des Bergbaus am Umsatzvolumen der Contigasgruppe – von 501 Millionen Mark – betrug im vergangenen Geschäftsjahr 26,7 Prozent, 40,3 Prozent liegen im Bereich der Energieversorgung, und 35 Prozent entfielen auf die Elektroindustrie. Das Anlagevermögen der konsolidierten Bilanz entfällt zu 75 Prozent auf die Energieversorgung und -verteilung und zu 25 Prozent auf den Bergbau.

Das jüngste Engagement der Gruppe, die Beteiligung an der Auffanggesellschaft zur Übernahme der Kapitalerhöhung bei den VEW, zeigt deutlich den Schwerpunkt der Unternehmenspolitik der Düsseldorfer Holding. Die Stromerzeugung und -verteilung hat eindeutigen Vorrang vor den elektroindustriellen Interessen des Konzerns. 83 Prozent der im vergangenen Jahr für Investitionen aufgewendeten Mittel gingen in diesen Bereich, nur 10 Prozent in den Bergbau, und sieben Prozent der Investitionssumme stand den Beteiligten in der Elektroindustrie zur Verfügung.

Den Gewinn je Aktie bezifferte der Vorstand in der Pressekonferenz für den Konzern mit zwanzig Mark, Contigas bleibt für das vergangere Jahr –, wie seit sieben Jahren – bei einer zwölfprozentigen Dividende. nmn.