Nach der Konsolidierung der Metzeler Unternehmensgruppe, die durch den Verkauf von 52 Prozent des Kapitals der Wolff AG, Walsroce, an die Farbenfabriken Bayer AG und die Veräußerung von drei Brauereien erreicht wurde, liegt das Schwergewicht der Expansion im Ausland. Von dem Umsatz der Firmengruppe, der 1967 678 Millionen Mark betrug und der 1968 durch die Verminderung bei Wolff noch etwa 600 bis 650 Millionen Mark betragen wird, entfallen rund 100 Millionen Mark auf Unternehmen in Skandinavien, Spanien, England und Frankreich. Größtes Unternehmen ist die englische Kay Metzeler Ltd., die allein im letzten Jahr 40 Millionen Mark umsetzte.

Die Investitionen der Unternehmensgruppe, die im letzten Jahr schätzungsweise 15 Millionen Mark betrugen, werden 1968 wesentlich über diesen Betrag hinausgehen. Allein im Stammwerk München soll dieser Betrag investiert werden. Der Großaktionär Willy Kaus erklärte, daß die drei Beine des Unternehmens – Kautschuk, Kunststoff und Schaumstoff – gleichmäßig entwickelt werden sollen. Notfalls sei er bereit, seine 48prozentige Beteiligung an Wolff ebenfalls an Bayer zu verkaufen. Der Wert dieser Beteiligung betrage etwa 60 Millionen Mark, so daß er ausreichende Mittel für weitere Expansionspläne zur Verfügung habe.

Im laufenden Jahr habe die Konjunkturbelebung auch der Metzeler AG neuen Auftrieb gegeben. Auf dem Kautschuksektor seien die Umsätze um 14,5, in der gesamten Firmengruppe um 10,5 Prozent gestiegen. Die Preisentwicklung sei allerdings weniger erfreulich. Der mengenmäßige Umsatzzuwachs sei merklich höher gewesen, als es die wertmäßige Umsatzsteigerung wiedergebe. mh.