Deutschlands Manager wollen im eigenen Land und in ihrer eigenen Sprache lernen. Unternehmensverbände und einzelne Unternehmungen haben in Köln einen Verein zur Weiterbildung des deutschen Top-Managements gegründet. Bisher mußten deutsche Manager im Ausland lernen. Sie reisten nach Brüssel, Fontainebleau oder nach Lausanne.

Eines der Vorbilder für die neue Management-Schule ist das IMEDE-Institut am Genfer See, das vor elf Jahren als Stiftung der Firma Nestlé der Universität Lausanne angeschlossen wurde. Nestlé wendet dafür jährlich weit über eine Million Mark auf. Bisher sind mehr als 500 Teilnehmer aus aller Welt dort geschult worden, einige davon sitzen auch in deutschen Führungsspitzen.

Die Initiative zur Gründung des Vereins zur Förderung des Universitätsseminars kam vom Wuppertaler Kreis. Dieser Dachverband umschließt etwa 40 deutsche Schulungs-Institutionen, die sich der Fortbildung von Führungskräften verschrieben haben. Bisher fehlte nur eine ständige Einrichtung zur Förderung der aktiven Spitzenkräfte.

Vorsitzender des Kuratoriums des neuen Vereins zu Köln ist Otto Wolf von Amerongen.

Zu den bisher 33 zahlenden Vereinsmitgliedern gehören auch die Dresdner Bank, IBM-Deutschland und das Volkswagenwerk. Jedes dieser Mitglieder zahlt einen Jahresbeitrag von 5000 Mark.

Das Institut soll im kommenden Jahr im Räume Köln seine Lehrtätigkeit aufnehmen. Zunächst ist an 40 bis 50 Studierende gedacht, die jeweils für 3500 Mark eingeschrieben werden. Der Lehrplan wird in drei Phasen gegliedert.

Als Programmdirektor wurde der Kölner Betriebswirtschaftler Professor Albach gewonnen. Ein erweiterter Vorstand von zehn Professoren aus sieben Universitäten der Bundesrepublik hält die Verbindung zu den Hochschulen. R. W.