Die erste amerikanische „Hospitality-card“ erhielt der Engländer Mr. Collart von seinem Reisebüro. Die zweite der rot-weiß-blauen Karten mit dem Rabattversprechen des Präsidenten der USA bekam er an Bord der „Rotterdam“. Beide Karten halfen ihm drüben nichts. Diesseits des Atlantiks wirbt jede Fluggesellschaft und jedes Reisebüro mit dem amerikanischen Rabattwunder, jenseits des Atlantiks scheinen die Betroffenen nichts davon zu wissen. Mr. Collart jedenfalls präsentierte seine Karte bei Braniff Airlines in Washington und New York und bei Eastern Airlines. „Was ist denn das?“ fragten Stewardessen, Angestellte und leitende Manager. Von Touristenrabatten hatten sie noch nie gehört.

Mr. Collart erinnerte sich nach den ersten Mißerfolgen des zweiten Rabattversprechens: Touristen mit „Hospitality-card“ bekommen in Geschäften, die im Schaufenster mit einem Schild auf die Rabattaktion hinweisen, ebenfalls Preisnachlasse. Er bummelte über die Fifth Avenue und Madison Avenue und fand nicht einen Laden mit dem Hinweis. Einfach hineinzugehen, einzukaufen und dann die Karte zu präsentieren, dazu fehlte ihm der Mut. Nun, Mr. Collart traf es nicht hart. Er war auf Geschäftsreise. Für andere Touristen aber, gerade für Engländer, die täglich nur eine bestimmte Summe ausgeben dürfen, sieht es anders aus. Wer nach Amerika fährt, so meint Mr. Collart, und in sein Reisebudget die Rabatte einkalkuliert, der wird bös hereinfallen. Falls es sich nicht in den USA doch noch herumspricht, was Amerikabesuchern in Europa versprochen wurde. RD

Ab 1. Juli werden die italienischen Autobahnen teurer. Die Straßengebühren steigen um 15 Prozent. Ausgenommen ist nur die Autobahn von Neapel weiter in den Süden. Auf dieser Strecke muß der Autofahrer nichts bezahlen. Mit den Mehreinnahmen wollen die Italiener weitere 600 Kilometer Autobahn bauen. Im vorigen Jahr zahlten die Autofahrer für die Benutzung der italienischen Straßen rund 322 Millionen Mark.