Im Juni 1968 gab es zwei Favoriten: Deutsche Bank und VEW. Der Kurs der Deutschen Bank-Aktie ist im vergangenen Monat um 15,3 Prozent gestiegen, nachdem diese Aktie sowohl im-April als auch im Mai starke Kurseinbußen hinnehmen mußte. Grund hierfür war die Enttäuschung der Aktionäre über den Bezugskurs von 250 Prozent. Nach Abschluß der Kapitalerhöhung kam es zur Kurserholung. Ähnlich verhält es sich mit der Dresdner Bank-Aktie, die nach erheblichen Kursverlusten in den Vormonaten auf dem 3. Rang lag.

Die Kurssteigerungen bei VEW ist in erster Linie auf die Beendigung der gut einjährigen Diskussionen um die Kapitalerhöhung und den Verzicht der Stadt Dortmund auf die Sperrminorität zurückzuführen. Die Übernahme der VEW-Aktien erfolgt durch eine Auffanggesellschaft, an der außer Conti-Gas, Allianz und Deutsche Bank nunmehr auch RWE beteiligt ist. RWE hält dann 1/16 des VEW-Kapitals. Außerdem hat VEW von der RWE die Zusage auf Lieferung von billigem Braunkohlenstrom, wodurch das Strompreisgefälle im Ruhrgebiet beseitigt werden kann.