Vorige Woche verloren die Amerikaner im Pazifik dreimal Land und Leute – zweimal freiwillig, einmal unfreiwillig.

  • Sie gaben die 1945 besetzten Bonin-Inseln an Japan zurück – ein Archipel mit 27 Inseln, darunter Iwo Jima.

Eine 36-Tage-Schlacht um das Vulkaneiland im Februar/März 1945, die zu den blutigsten des Pazifikkrieges zählt, hatte 6821 Amerikanern und etwa 22 000 Japanern das Leben gekostet. Dann pflanzten Marinesoldaten auf dem Suribachi-Berg das Sternenbanner auf.

  • Sie räumten den Stützpunkt Khe Sanh, hart an der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südvietnam.

77 Tage lang, vom 21. Januar bis zum 6. April, hatten dort zwei nordvietnamesische Divisionen etwa 6000 Marinesoldaten und südvietnamesische Ranger belagert. Präsident Johnson ließ sich von seinen Militärs persönlich versichern, daß Khe Sanh zu halten sei, während der Vietkong die Dschungelfestung mit Raketen, Mörsern und Artillerie beschoß und sich in Zickzack-Gräben immer näher an die Stacheldrahtverhaue heranarbeitete. US-Verluste: 2500 Mann.

  • Sie verloren vorübergehend einen Düsentransporter vom Typ DC-8, der mit 214 Soldaten und 17 Mann Besatzung an Bord von MIG-Jägern zur Landung auf der sowjetischen Kurilen-Insel Iturup gezwungen wurde.

Die Maschine, die vom US-Lufttransportkommando geschartert worden war, befand sich auf dem Flug von Yokota/Japan nach Vietnam. Dabei muß sie um 120 bis 180 Kilomter vom Kurs abgekommen sein. Aus dem Kontrollturm des Flughafens Tokio wurde freilich berichtet, der Pilot habe beim Auftauchen der sowjetischen Jäger gefunkt: "Wir sind auf Kurs und wissen nicht, warum sie uns abfangen." Möglicherweise hatten die Instrumente der DC-8 versagt.