Die SPD-Bundestagsfraktion will die Maklerprovisionen für Mietwohnungen nach oben begrenzen. Ihr frisch eingebrachter Gesetzentwurf möchte die Courtage für Leerwohnungen auf maximal 10 Prozent, für möblierte Wohnungen auf 7,5 und für möblierte Zimmer auf 5 Prozent der Jahresmiete festsetzen.

So löblich diese Initiative sein mag, so unzulänglich ist sie. Wohl dem, der, wie der SPD-Fraktionssprecher erklärte, die "Haifische unter den Maklern" in ihre Schranken zu verweisen vermag. Aber die Zahlung einer Provision für Mietwohnungen setzt nun einmal eine mittels Makler zustande gekommene Vermietung voraus. Haifisch-Methoden werden jedoch oft gerade angewandt, um ein solches Geschäft überhaupt erst einmal einzuleiten.

Der Gesetzentwurf ist kein Ersatz für ein längst fälliges Maklergesetz, das den Zugang zum Beruf – der heute an keinerlei Voraussetzungen gebunden ist – erschwert und von Anfang an die Spreu vom Weizen trennt.

Überdies kommt der Entwurf zu spät. Vor zehn Jahren wäre er angebracht gewesen. Heute jedoch sind wir von einer Normalisierung des Wohnungsmarktes nicht mehr weit entfernt. Und nicht nur die Konkurrenz in den eigenen Reihen, sondern auch die der Bauträger und der Investmentgesellschaften sorgt dafür, daß die Provisionsbäume der Makler nicht mehr so hoch in den Himmel wachsen wie früher. zh