Eine Umsatzsteigerung um 15,2 (Branchendurchschnitt: 0,9) Prozent einschließlich der neu übernommenen Betriebe in Bad Neuenahr, verbunden mit erhöhter Wirtschaftlichkeit, brachte 1967 "eine erfreuliche Verbesserung der Ertragslage". Diese Feststellung des persönlich haftenden Gesellschafters Egon Steigenberger der A. Steigenberger Hotelgesellschaft KG aA, Frankfurt, die sich bis auf 10 Prozent in Familienbesitz befindet, wird durch eine höhere Dividende und weitere Verstärkung der Eigenmittel unterstrichen.

Daß nahezu zwei Drittel der Umsatzsteigerung auf die Restaurants entfielen, ist um so bemerkenswerter, als der Durchschnittsverzehr pro Gast deutlich zurückging. Die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich zwar auf 631 652 nach 617 023. Infolge des höheren Anteils der Saisonbetriebe verminderte sich die Zimmerbelegung jedoch auf 69 (72,3) Prozent. Der etwas höhere Durchschnittsumsatz je Zimmer ist auf das zusätzliche Angebot hochwertiger Zimmer zurückzuführen.

Auf die weitere Modernisierung entfallen im wesentlichen auch die Investitionen, die voll aus Abschreibungen finanziert wurden. Die Einführung der Mehrwertsteuer und eine "spürbare Verteuerung" für den privaten Gast führten in den ersten Monaten des laufenden Jahres zu Umsatzrückgängen. Inzwischen ist die Zurückhaltung der Gäste jedoch überwunden. pgk