Das britische Pfund Sterling liegt fast schon in Agonie. Milliardenkredite befreundeter Länder, Ziehungen, bis zum letzten Penny beim Internationalen Währungsfonds, selbst die Abwertung vom November vergangenen Jahres haben es nicht vermocht, die englische Währung wieder auf die Beine zu stellen.

Am letzten Wochenende haben sich erneut die Notenbanken von zwölf westlichen Ländern dazu entschließen müssen, dem Pfund mit einem Zwei-Milliarden-Dollar-Kredit unter die Arme zu greifen. Diesmal ist es jedoch ein Beistandskredit über einen längeren Zeitraum, das heißt, daß England immer dann auf die zwei Milliarden Dollar zurückgreifen kann, wenn Länder, die ihre Währungsreserven in Pfund bei der Bank of England halten, Mittel abziehen und damit die ohnehin geringen Devisenreserven Englands strapazieren.

Die schlechten Erfahrungen, die bisher mit den Hilfsaktionen für das Pfund gemacht wurden, lassen kaum die Hoffnung zu, daß Englands Währung gesundet, wenn sie nicht endlich ihre längst überholte Stellung als Leitwährung aufgibt. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Regierung entschließen könnte, sich hinter dem Schild des neuen längerfristigen Beistandkredits langsam von der ungeliebten Rolle des Finanziers der westlichen Welt, jedenfalls soweit sie zum Sterling-Block gehört, zurückzuziehen, mh.