Am 5. Juli hielten die Studenten des Hornsey

College of Art Einzug im Londoner "Institute of Contemporary Art". Unter dem Titel "Hornsey strikes again" stellen sie dort ihre eigene Revolution aus. Man wandelt durch labyrinthische Gänge mit Schildern wie "No Entry", "No Exil", "No Smoking", aus Lautsprechern rieseln Examensfragen wie "Welches ist Ihr Lieblingsmaler, der aber mindestens 500 Jahre alt ist? Haben Sie heute morgen Ihre Zähne geputzt? Sind Sie farbenblind?" Auf Dias wird die Besetzung des Colleges vorgeführt, Handzettel, die über die Absichten der Studenten informieren, gibt es stapelweise, und in einem Kantinenraum kann man bei Milch-Tee und Salat-Sandwiches diskutieren. Inzwischen hat, nach sechswöchigem Streik und Belagerung der College-Gebäude durch die Studenten, in Hornsey zwar am 9. Juli der Unterricht wieder begonnen, aber Sir John Summerson, der Leiter des für die Kunstschul-Politik verantwortlichen Coldstream Council glaubt, daß mit Semester-Beginn im Oktober neue Unruhen bevorstehen. f.