Friedrich-Plan (nach Flick-Teilhaber Otto A. Friedrich): Die Unternehmen erhalten vom Staat Steuervergünstigungen und geben in gleicher Höhe Schuldscheine an einen Fonds; dieser verkauft mit einem stark gestaffelten Sozialrabatt versehene Namenspapiere; die Verkaufserlöse werden in langfristigen öffentlichen Schuldverschreibungen angelegt. – Der Plan wird, mit geringfügigen Abwandlungen (statt Steuervergünstigungen Investitionsprämien), von Wirtschaftsminister Schiller favorisiert ("Friedrich-Schiller-Plan").

Krelle-Plan (nach Professor Wilhelm Krelle, Bonn): Alle Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten werden gesetzlich verpflichtet, 10 bis 20 Prozent ihres Bruttogewinns in Form von Beteiligungspapieren, Schuldverpflichtungen oder Bargeld an einen Fonds abzuführen. Die Arbeitnehmer erhalten aus diesem Fonds kostenlos börsenfähige Anteilspapiere, die einer Veräußerungssperre von 5 bis 10 Jahren unterliegen. Die an den Fonds abgeführten Beträge stehen den Unternehmen weiter als Finanzierungsmittel zur Verfügung. – Der Krelle-Plan entspricht in seinen Grundzügen dem schon vor Jahren entworfenen Gleitze-Plan (nach Professor Gleitze, Direktor des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts der Gewerkschaften).

Burgbacher-Plan (Vorschlag des eigentumspolitischen Arbeitskreises der CDU): Von 1969 an sollen ein halbes Prozent, 1970 ein Prozent und von 1971 an 1,5 Prozent der Jahreslohn- und Gehaltssumme aller Beschäftigten vermögenswirksam angelegt werden. Die Mittel für den "Beteiligungslohn" sollen zusätzlich zu den "normalen" Lohnerhöhungen über eine gesetzlich vorgeschriebene Einkommenserhöhung von den Unternehmen aufgebracht werden. Bei einem jährlichen Lohnzuwachs von 5 Prozent und gleichhoher Verzinsung würden sich nach 10 Jahren im Durchschnitt 1630 Mark angesammelt haben, nach 20 Jahren 5 300 Mark, nach 30 Jahren 12 960 Mark und nach 40 Jahren 28 160 Mark.

Stützel-Plan (nach dem Saarbrückener Professor Stützel): Die bisherige Körperschaftsteuer wird in eine Teilhabersteuer umgewandelt. Die Teilhaber (Aktionäre) versteuern die auf sie entfallenen Gewinne (Dividenden) als eigenes Einkommen und können dabei die bereits von dem Unternehmen gezahlten Steuern anrechnen. Der Aktionär erhält damit eine Steuervergütung, die mit sinkenden Einkommensteuersätzen steigt. Auf diese Weise soll die Aktie insbesondere für niedrige Einkommensklassen attraktiver gemacht werden.