International Business Machines (IBM), der erfolgreichste Computerhersteller der Welt, wird 1968 trotz härterer Konkurrenz und pessimistischer Voraussagen einen neuen Wachstumsrekord erzielen. Fachleute prophezeiten den Computerherstellern im vorigen Jahr in den USA und auch auf den wichtigsten europäischen Märkten geringere Zuwachsraten. Doch für IBM war das erste Halbjahr 1968 eines der erfolgreichsten in der Firmengeschichte.

Der Weltumsatz stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 1967 um 33 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn wuchs mit: 386,2 Millionen Dollar (283,1 in der Vorjahrsperiode). Im Zeitraum von 1957 bis 1967 war der Gewinn bei IBM pro Jahr und im Durchschnitt um 19 Prozent gestiegen – in diesem Halbjahr dagegen um gut 30 Prozent.

Bei dem holen Nettogewinn ist die jüngste Steuererhöhung (10 Prozent) der Regierung Johnson bereits abgerechnet. Andere Unternehmen halten da nicht Schritt. Der größte amerikanische Elektrokonzern und Konkurrent von IBM, General Electric, erzielte zwar im ersten Halbjahr einen Umsatz von 4,04 Milliarden Dollar (gegenüber 3,71 Milliarden), doch der Nettogewinn fiel von 168,7 Millionen auf 153 Millionen Dollar.

Die Erklärung von IBM für die außerordentlichen Wachstumsraten: Mehr und mehr Firmen kaufen heute die Computer, statt sie zu mieten, und das bringt höhere Umsätze und Gewinne. -of