Helmut Horten, einer der erfolgreichsten Einzelhändler der Bundesrepublik und Alleininhaber der mit 200 Millionen Mark Stammkapital ausgestatteten gleichnamigen GmbH, bleibt seiner alten Politik treu. Sie lautet: Ausschließlich im Einzelhandel tätig zu sein, den neuen Warenhausstil "Horten" mit Trend zur Qualität weiter zu pflegen, in den Citys zu bleiben und die Kaufhausgröße nicht über 17 000 qm Verkaufsfläche wachsen zu lassen. Der bisherige Erfolg gab Horten recht. Mit 27 Jahren erwarb der jetzt 59jährige sein erstes Kaufhaus; heute besitzt er 50 Kaufhäuser unter den Namen Horten, Merkur und Defaka. Die Horten GmbH zählt hinter Karstadt und Kaufhof zum drittgrößten deutschen Kaufhauskonzern. Das Ziel Hortens ist es, vor allem die noch bestehenden 12 Defaka Häuser in moderne Vollwarenhäuser mit Hartwaren- und Lebensmittelabteilungen unter dem Namen Horten umzuwandeln. Damit ist man nach Aussagen des Firmeiichefs noch einige Jahre beschäftigt. Die Investitionen dafür, die 1967 auf 60 Millionen Mark gedrosselt werden mußten, sollen im laufenden Jahr auf über 100 Millionen steigen. Mit der Modernisierung der Kaufhäuser vollzieht sich aber auch in der noch nicht publizitätsPflichtigen Gesellschaft ein Wandel in der Führungsspitze. Der bisher dreiköpfige Vorstand wurde erweitert. Zu den Ressorts Einkauf, Verkauf und Verwaltung kam am 1. Juli neu der Bereich Planung hinzu. Diese Einteilung der Aufgaben und Zuständigkeiten löst nach Horten die "mehr historisch gewachsene Verteilung der Funktionen ab". Den Zukunftstrend hat Horten bisher gut erkannt; jetzt will man sich noch intensiver darauf einstellen. Eh