General Motors, die Muttergesellschaft der Adam Opel AG, erhält für das Geschäftsjahr 1967 trotz des schlechten Autojahres eine von 55,0 auf 248,0 Millionen Mark erhöhte Dividende. Das entspricht einer Dividende von rund 33 Prozent. 136 Millionen Mark stammen aus Steuereinsparungen. 100 Millionen Mark wurden als Kapitalaufstockung auf 850 Millionen verwendet.

Die Rezession spiegelt sich in einem Rückgang der Verkäufe um 14,3 Prozent von 653 400 auf 560 200 Wagen wider. Im Inland war der Rückgang mit 17,7 Prozent wesentlich schärfer als im Auslandsgeschäft, das sich nur um 10,6 Prozent verminderte. Besonders betroffen waren die großen Typen Kapitän, Admiral und Diplomat, deren Absatz auf ein Drittel zurückging. Um so besser hat der 2,5-Liter-Commodore eingeschlagen, bei dem von 40 247 gebauten Wagen 39 535 verkauft wurden. Während der Absatz des Opel-Spitzenreiters Kadett sich lediglich von 275 500 auf 223 100 Wagen verminderte, fiel der Verkauf der Rekord-Typen von 250 000 auf 168 300 zurück. Der Exportanteil stieg von 48,5 auf 50,5 Prozent.

Wenn dennoch ein höherer Gewinn als im Vorjahr erzielt wurde, dann lag das neben der Steuerersparnis an einem rigorosen Abbau der Belegschaft und einer geringeren Arbeitszeit. Die Lohn- und Gehaltssumme ermäßigte sich dadurch von 707,1 auf 651,8 Millionen Mark. Dementsprechend wurden bei den Sozialausgaben rund 5 Millionen eingespart.

Mit dem Verkaufsergebnis der ersten fünf Monate, in denen Opel neben Ford zu den Verlierern am deutschen Markt gehörte, war der Vorstand nicht zufrieden. Einen teilweisen Ausgleich fand das Werk im Export, dessen Anteil inzwischen 54 Prozent erreicht hat. Im ersten Halbjahr ist die Produktion von 268 300 auf 339 200 Wagen gestiegen. Die bisherige Produktionspalette soll weiter fortgeführt werden. mh.