Sehr sehenswert:

"Der eiskalte Engel", von Jean-Pierre Melville. "Das junge Mädchen", von Luis Buñuel. "Liebelei" und "Lola Montez", von Max Ophüls. "Die Braut trug Schwarz", von François Truffaut.

Im Fernsehen:

"Die Außenseiterbande", von Jean-Luc Godard. Franz liest im France Soir, daß ein Amerikaner in neun Minuten und fünfundvierzig Sekunden den Louvre besichtigt habe. Franz, Arthur und Odile gehen hin und unterbieten Jimmy Johnson aus San Franzisko um zwei Sekunden: Das geht doch nicht, der Louvre ist kein Sportplatz. In der Metro sitzt ein Mann mit einer Pappschachtel unterm Arm: Was für ein Unglück – liches Gesicht er macht. Wieso unglücklich? Es kommt nur darauf an, was man in den Menschen hineindenkt. Wenn du dir vorstellst, daß in der Schachtel ein Teddybär für sein krankes Kind ist, sieht er aus wie ein braver Mann. Aber er kriegt sofort eine gemeine Visage, wenn du in dem Karton Sprengstoff vermutest, mit dem er die Republik in die Luft jagen will. Als sie drei Tage später die Augen öffneten, sahen sie das Meer. Es glich einem Theater, dessen Bühne bis zum Horizont reicht. Vor der Harmonie der sanften Wellen verschwanden für Franz und Odile alle Widersprüche: Hier endet meine Geschichte wie ein billiger Hintertreppenroman, in diesem Augenblick, da alles in Butter ist. Heißa, das Leben kann beginnen. Im nächsten Film erzähle ich Ihnen – natürlich auf Breitwand und in Technicolor – Franz und Odiles Abenteuer in fernen südlichen Ländern. ARD am 27. Juli.

Sehenswert:

"Django und die Bande der Gehenkten", von Ferdinand Baldi. Die italienischen Western weisen sich immer virtuoser als das aus, was sie von Anfang an waren: Produkte einer Vergnügungsindustrie, die deren innerstes Gesetz zynisch abbilden. Sie haben dabei eine Topologie entwickelt, die immer zutreffender die latente Mechanik der Gesellschaft beschreibt, in der sie entstehen und sich verkaufen: Du hast mich für ein paar Dollar mehr verraten; bis zu den Knöcheln versinken die Helden im Morast zwischen den Häusern; wo kaufst du nur deine Anzüge, sie sind nicht zum Ansehen; frag mich nicht, warum ich morde.

Ferner laufen: