Die Mobil Oil AG, Hamburg, hundertprozentige Tochter der Mobil Oil Corporation New York, kommt rascher wieder in die Gewinnzone, als die Verwaltung ursprünglich angenommen hatte. Zunächst dachte man, erst 1970 aus den roten Zahlen heraus zu sein. Der bisherige günstige Verlauf des Geschäftsjahres 1968 läßt indessen vermuten, daß es bereits 1969 schwarze Zahlen geben wird.

Für die Wende zum Besseren gibt es zwei Gründe. Einmal ist es die Neuordnung der Beziehungen zwischen der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, durch die Mobil Oil zu einem Anteil von 28 Prozent an der Aral AG gekommen ist und die ihr auch noch andere Vorteile gebracht hat, zum anderen wirkt sich zunehmend das Erdgasgeschäft aus, das für die Zukunft einen goldenen Boden verspricht. Mobil Oil erzielte 1967 beim Erdgasabsatz einen Mengenanstieg um 52,3 Prozent auf 1031 Millionen Ncbm. An der deutschen Erdgasförderung ist Mobil Oil mit 22,2 Prozent beteiligt. Zur Absatzsicherung hat sich das Unternehmen mit einem Anteil von 6,4 Prozent an der Ruhrgas AG beteiligt.

Ein interessantes "Abfallprodukt" des Erdgases ist Schwefel, mit dessen Gewinnung Mobil-Oil vor einigen Jahren begonnen hat. Die Norddeutsche Erdgas-Aufbereitungs-GmbH (NEAG), an der Mobil Oil zu 50 Prozent beteiligt ist, expandiert kräftig. Der Mobil-Oil-Anteil stieg 1967, um 71,2 Prozent auf 7816 Tonnen. 1970 wird bei der NEAG mit einer Schwefelproduktion von 45 000 Tonnen gerechnet.

1967 entstand bei Mobil Oil ein Verlust von 35,6 Mill. DM. Er wurde wieder von der Muttergesellschaft übernommen. Zu tilgen ist jetzt noch ein Verlustvortrag aus früheren Jahren von 20,4 Millionen. km