Auch in der Linienfahrt gehört dem Container die Zukunft. Um ihren rentablen Einsatz sicherzustellen, müssen die Reedereien zusammenarbeiten. Dazu sind die Hamburg-Amerika Linie (Hapag) und der Norddeutsche Lloyd in Bremen fest entschlossen. Forschung und Planung geschehen gemeinsam. Ab 1. November wird ein Computer der Reedereileitung nicht nur den jeweiligen Standort der Container übermitteln, sondern auch den möglichen Einsatz von Containern auf anderen Fahrtgebieten untersuchen. Von der 2. Hälfte des Jahres 1970 an sollen Hapag/Lloyd-Container nach Australien, später auch nach Ostasien fahren.

Ob unter diesen Umständen noch einmal von der Hapag "konventionell" Frachtschiffe in Auftrag gegeben werden, erscheint zweifelhaft. Im Geschäftsjahr 1967 hat die Hamburger Reederei noch 11 Schiffe dieser Art in Fahrt gebracht und damit ihr umfassendes Neubauprogramm abgeschlossen, das von ihr einen ungewöhnlichen finanziellen Kraftakt verlangt hat. Die Konsolidierung seiner Kosten wird in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Sie war nur möglich dank hoher verdienter Abschreibungen. Allerdings konnten wegen des leicht rückläufigen Rohertrages 1967 nicht alle Sonderabschreibungsmöglichkeiten genutzt werden, wollte man nicht die achtprozentige Dividende in Gefahr bringen.

Das Ergebnis des Jahres 1967 wurde nachteilig beeinflußt durch den Nahostkonflikt (Schließung des Suezkanals). Die Anhebung der Frachtraten brachte keinen vollen Ausgleich für die gestiegenen Kosten, außerdem verursacht die im Suezkanal festliegende "Münsterland" einen monatlichen Verdienstausfall von 0,45 Millionen Mark. Eingewirkt auf den Ertrag hat auch die rückläufige Binnenkonjunktur, die zu einem Nachlassen der Importe geführt hat, und schließlich sorgte auch die Pfundabwertung für Verluste, kw.