Aachen Bis zum 15. September, Krönungssaal im Rathaus: "Große Kunst aus 1000 Jahren"

Eine angenehm proportionierte Ausstellung, die 200 Objekte kann der Besucher an einem halben Tag bewältigen. Geographisch beschränkt sich die Auswahl auf das Gebiet zwischen Maas und Rhein, Aachen ist das Zentrum dieser Kunstprovinz. Es handelt sich um sakrale Kunst, die entweder im Gebiet des Bistums Aachen entstanden ist oder sich hier erhalten hat. Es sind einige sehr berühmte Stücke zu sehen, das Elfenbeindiptychon aus der Hofschule Karls des Großen, der Potentinus-Schrein, der um 1230 in Trier entstanden ist und nach 1800 in den Louvre gelangte, herrliche Beispiele der Buchmalerei, angefangen von einer frühkarolingischen Minuskel in Goldschrift mit ornamentaler Rahmung bis zum Gebetbuch des Kardinals Albrecht von Brandenburg, das 1530 von Simon Bening illustriert wurde. Der eigentliche Reiz der von der Stadt Aachen und dem Museumsverein veranstalteten Ausstellung liegt aber gerade bei den vielen unbekannten Bildern, Skulpturen und Geräten, die den kleinen Pfarrkirchen gehören.

Bis zum 29. September, Suermondt-Museum: "Zeitbild – Provokation – Kunst"

Gleichzeitig mit der "Großen Kunst aus tausend Jahren" demonstriert das Suermondt-Museum, daß man sich in Aachen auch für das zeitgenössische Schaffen interessiert. Es handelt sich um den progressiven, vorwiegend in den letzten Monaten angekauften Teil der Sammlung Ludwig. Dr. Ludwig, der eine der größten Kollektionen antiker und mittelalterlicher Kunst besitzt, hat jetzt auch amerikanische Pop-Art, Hard-Edge und den deutschen Neurealismus ins Programm aufgenommen.

München Bis zum 10. August, Galerie van de Loo und Städtische Galerie im Lenbachhaus: "Rolf Cavael"

Er war ein Pionier der abstrakten Malerei in Deutschland, Gründungsmitglied der Gruppe ZEN 1949 in München. Zum 70. Geburtstag zeigt das Lenbachhaus ältere Bilder von 1950 bis 1966, die Galerie van de Loo die Arbeiten aus den letzten beiden Jahren.

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