Das Politbüro der KPdSU reiste zu Gesprächen mit dem Präsidium des Zentralkomitees der KPC in die CSSR. In Westrußland begannen neue sowjetische Manöver. Der Kreml beklagte in einer Note an Prag die "offene Westgrenze" der Tschechoslowakei. Volk und Partei stellten sich geschlossen hinter Alexander Dub&ček. Zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und anderen Exponenten der Bonner Politik kam es zu einer Kontroverse über Zeit und Ort des Manövers "Schwarzer Löwe".

Gegensätze

Die Weltkirchenkonferenz in Uppsala erbrachte eine Konfrontation gegensätzlicher Auffassungen über die Rolle der Kirchen in der Politik. In der Niger-Hauptstadt Niamey wurden zwischen Nigeria und Biafra erfolgreiche Vorgespräche zu Waffenstillstandsverhandlungen geführt. Nach der Entmachtung Abdel Rahman Arefs wurde Brigadegeneral Achmed Hassan al-Bakr zum neuen Staatspräsidenten des Irak ernannt. Im jordanischen Hafen Akabar kamen 54 von den USA gelieferten Patton-Panzer an. Mitglieder der "Volksfront für die Befreiung Palästinas" entführten ein israelisches Düsenverkehrsflugzeug nach Algier.

Kompromisse

Mit harten Tönen gegenüber Hanoi ging das Honolulu-Treffen zwischen dem US-Präsidenten Lyndon B. Johnson und dem südvietnamesischen Staatspräsidenten Nguyen Van Thieu zu Ende. Drei von Nordvietnam gefangengehaltene amerikanische Luftwaffenoffiziere wurden in Hanoi einer amerikanischen Kriegsgegnerdelegation übergeben. Von den aus der Bundesrepublik entführten und in ihrer Heimat verurteilten Südkoreanern kehrten zwei weitere nach Deutschland zurück. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul wurde ein nordkoreanischer Spionagering ausgehoben. Zur Unterstützung angeklagter Mitglieder der außerparlamentarischen Opposition wurde in Frankfurt das Kuratorium "Republikanische Rechtshilfe" gegründet.

Nachholbedarf

In seiner Antrittsrede vor der Pariser Nationalversammlung kündigte Ministerpräsident Maurice Couve de Murville auf mehreren Gebieten weitgehende Reformen an. Auf einer Ministerrats-Sondersitzung in Brüssel akzeptierten Frankreichs fünf EWG-Partner die von Paris verfügten Schutzmaßnahmen für die französische Wirtschaft. In Washington wurden Importsteuern gegen subventionierte französische Exportgüter erwogen. Eine Registrierungspflicht für alle Schußwaffen wurde vom amerikanischen Repräsentantenhaus abgelehnt.