Im ersten Halbjahr 1968 verstärkte die DDR ihre Bemühungen, den Export in die Sowjetunion zu vergrößern. Nach Angaben der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik in Ostberlin stiegen die Lieferungen in die UdSSR um 19 Prozent. Der Warenstrom in die übrigen sozialistischen Länder erreichte dagegen mit einer Ausweitung um 13 Prozent nur eine durchschnittliche Wachstumsrate. Aus dieser spärlichen offiziellen Mitteilung läßt sich errechnen, daß sich der Westexport der DDR in den ersten sechs Monaten 1968 kaum verändert hat.

Über den Warenaustausch mit der Bundesrepublik heißt es: „Da die Bonner Regierung die von ihr errichteten Haupthindernisse noch nicht beseitigt hat, ging der Außenhandel mit Westdeutschland weiter zurück. Eine beträchtliche rück läufige Entwicklung hatte der Waren Umsatz mit Westberlin.“

Auf einer Pressekonferenz zur Vorbe reitung der Leipziger Herbstmesse wurd in Ostberlin erklärt, daß der Umsatz im Handel mit Westdeutschland im erste: Halbjahr 1968 um 13 Prozent zurück gegangen sei. Nach Angaben des Bundes wirtschaftsministeriums waren die DDR Lieferungen in den ersten fünf Monate 1968 um zehn Prozent größer als in der gleichen Vorjahreszeit.

Die Tendenz, den Export in die UdSSR zu forcieren, hatte sich bereits 1967 wie der gezeigt. In den beiden vorangegan genen Jahren waren die Lieferungen in die Sowjetunion verringert worden. Sz.