UBundestag und Bundesrat in ungewöhnlich kurzer Zeit das neue BerlinhilfeGesetz — genauer gesagt: das 3. Gesetz zur Änderung des Berlinhilfe Gesetzes — verabschiedet. Eine Veränderung des alten Gesetzes war nicht nur aus politischen, sondern vor allen Dingen aus wirtschaftlichen Erwägungen ohnehin dringend erforderlich.

hilfe Gesetzes — das noch bis Ende 1969 in Kraft bleibt — ist die 75prozentige Abschreibung auf Gebäude, die den Richtlinien des Paragraphen 14 entsprechen.

und nebenher laufende neue BerlinhilfeGesetz, und zwar der Paragraph 14 a, sieht nicht mehr eine 75prozentige Abschreibung für Wohn- und Geschäftshäuser vor, sondern nur noch eine SOprozentige Abschreibung — allerdings mit dem Vorteil, daß diese auch auf reine Wohngebäude vorgenommen werden kann. Gewerbliche Nutzung ist nicht mehr nötig.

Beteiligung oder ein Selberbauen in Berlin nach dem neuen Berlinhilfe Gesetz nicht mehr die komplizierte Form der GmbH & Co. KG erfordern. Man kann jetzt direkt als Privatperson in Berlin bauen oder sich beteiligen, ohne einer GmbH & Co. KG beitreten zu müssen.

Berlins, wie zum Beispiel in Grunewald, Dahlem oder Zehlendorf, wird jetzt sicher nter dem Druck der jüngsten Behinderungen des Berlinverkehrs haben Die Hauptattraktion des alten BerlinDas jetzt gleichzeitig in Kraft tretende Ein weiterer Vorteil ist es, daß eine In vielen wertvollen Wohngegenden manche Baulücke geschlossen. Die Objekte lassen sich in diesen Gegenden leicht vermieten, so daß in der Regel mit guten Rentabilitäten gerechnet werden kann. Dies wiegt sicher in vielen Fällen den geringer gewordenen Abschreibungsvorteil auf.

Auch der Paragraph 16 des Berlinhilfe Gesetzes wurde geändert. Er besagt, daß jeder, der ein Darlehn zu Bauzwecken nach Berlin gibt (und zwar schon ab tausend Mark), einen Steuervorteil m Anspruch nehmen kann: Er durfte bisher 10 und darf neuerdings sogar 12 Prozent der nach Berlin gegebenen Darlehnssumme von seiner Einkommensteuerschuld — nicht etwa von seinem zu versteuernden Einkommen — absetzen. Der Paragraph 17, der eine langfristige Darlehnsvergabe zu Bauzwecken nach Berlin vorsieht, bleibt nach wie vor bestehen und sieht eine 20prozentige Absetzungsfähigkeit der Darlehnssumme von der Steuerschuld vor.

Der private Anleger — gleichgültig, ob er kleinere oder größere Summen nach Berlin geben will — wird nun entscheiden müssen, ob er das noch bis 1969 geltende, alte Berlinhilfe Gesetz ausnutzen möchte oder ob er von dem bereits in Kraft getretenen, nebenherlaufenden Berlinhilfe Gesetz Gebrauch macht. Die Anlageförderungen auszunutzen, ist nach dem neuen Gesetz unkomplizierter als nach dem alten. Dennoch sollte gerade der kleinere Anleger vor jeder Berlin Investition Fachleute zu Rate ziehen. H. P.