Britische Werften profitieren von den Anstrengungen der Labour-Regierung, die englische Zahlungsbilanz wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Pfundabwertung und die Finanzierungshilfen für englische Reeder, die ihre Schiffe bei der heimischen Industrie auf Stapel legen lassen, haben dazu geführt, daß die Werften mit Aufträgen überschwemmt werden. Im ersten Halbjahr 1968 erreichten die Bestellungen ein Volumen, wie es die Schiffbauer seit über zehn Jahren nicht mehr erlebt hatten.

Insgesamt wurden knapp über eine Million gross tons Schiffsraum bestellt; weitere 500 000 Tonnen stehen kurz vor dem Abschluß. Bestellt wurden 98 Schiffe, davon 27 (33 Prozent) für den Export. Alle Aufträge zusammen haben einen Wert von rund 120 Millionen Pfund. Der Anteil des Exports beträgt 39 Millionen Pfund. Im ersten Halbjahr 1967 hatte die Werftindustrie mit einem Auftragsvolumen von 180 000 gross tons noch nicht einmal ein Fünftel der gegenwärtigen Aufträge erreicht.